Begleiten Sie die Weltklimakonferenz mit Ihrer Fürbitte!

Nachricht 08. Dezember 2009

Mit einer gemeinsamen Delegation und begleitet von Vertretern von Partnerorganisationen aus Ländern des Südens nehmen „Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) am Weltklimagipfel vom 7.-18.12. in Kopenhagen teil. Sie fordern von den Regierungen ein faires, effektives und verbindliches Konferenzergebnis.

Beide Organisationen bitten alle Christinnen und Christen, die Konferenz mit Ihren Fürbitten zu begleiten. Dazu gibt es einen Textvorschlag, den Sie am Ende dieser Nachricht finden.

„Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen muss eine neue wegweisende Klimaarchitektur für die Zeit ab 2013 beschließen. Wir setzen große Hoffnungen in eine Vorreiterrolle der neuen Bundesregierung“, sagt die Direktorin von „Brot für die Welt“, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. „Im Jahr 2012 endet die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. Der Weltklimagipfel ist eine der wichtigsten Konferenzen seit dem Ende des 2.Weltkrieges.“ Der von den Menschen verursachte globale Klimawandel verändert unsere Erde auf unumkehrbare Weise: Er gefährdet die Lebensgrundlagen der heutigen und in noch viel stärkerem Maße der kommenden Generationen.

Zahlreiche ausländische Partner von „Brot für die Welt" und EED nehmen als zivilgesellschaftliche Beobachter am Klimagipfel teil. Vom 12. bis 14. Dezember 2009 kommen hochrangige religiöse Vertreter und Vertreterinnen der Kirchen und anderer Religionsgemeinschaften, Direktoren der ökumenischen Entwicklungswerke zu einem "Ökumenischen Gipfel“ zusammen. 

Blog von der Weltklimakonferenz:
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kirchen, von „Brot für die Welt" und dem EED, Partner aus dem Süden schreiben täglich ihre Eindrücke von der Weltklimakonferenz im Blog: http://blog.countdowntocopenhagen.de oder http://www.countdowntocopenhagen.de/wordpress/.

Stuttgart, 7.12.2009
Pressestelle "Brot für die Welt"

Tägliche Fürbitten während der Weltklimakonferenz in Kopenhagen:

Ökologischer Fußabdruck

Wir danken dir für die Himmelsfeste, das Werk des zweiten Schöpfungstages.

Wir nennen sie die Erdatmosphäre, die Beschützerin der Kreisläufe des Klimas. 

Voller Rührung betrachten wir die ältesten Abdrücke menschlicher Füße, über Millionen Jahre erhalten in der Erde Afrikas: 

klein und groß, Kinder und Erwachsene, die das Leben auf uns gebracht haben, wie es dein Wille war.

Heute bekennen wir dir, dass der „Ökologische Fußabdruck“ eines jeden von uns zum warnenden Zeichen geworden ist, 

dafür, wie völlig verschieden die Lasten sind, die wir der Schöpfung und besonders dem Kreislauf des Klimas aufbürden:

Füße, ähnlich denen unserer Vorfahren und Füße, die kaum noch Platz lassen für Mitmenschen und Mitgeschöpfe. 

Hilf den Regierenden, die heute zur Weltklimakonferenz zusammenkommen, wirklich zu verstehen,

dass Menschheit und Schöpfung keine Zukunft haben wenn es belassen bei den grotesken Unterschieden

zwischen Hunger und Überfluss, Verschwendung und Mangel, Bequemlichkeit und Mühsal, Macht und Ohnmacht. 

Lehre uns, wieder zu gehen mit Füßen, die wirklich menschliche Spuren hinterlassen, 

und fange bei mir damit an.