Landesbischöfin für Solidarität und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft

Nachricht 27. August 2009

Burgdorf/Reg. Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat sich für Solidarität und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft ausgesprochen. Dabei gehe es darum, Ökologie, Ökonomie und die soziale Frage miteinander zu verbinden, sagte Käßmann am Donnerstag bei einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Gelände der Mineralöl-Raffinerie Dollbergen im Kirchenkreis Burgdorf bei Hannover. Besonders in wirtschaftlich schweren Zeiten müssten die Kirchen das solidarische Miteinander in Deutschland unterstützen.



Mit der Idee der sozialen Marktwirtschaft habe die Bundesrepublik vor 60 Jahren den Grundstein für Solidarität und Maßhalten gelegt: "Die Starken stehen für die Schwachen ein", betonte die Bischöfin. Dies gelte auch für die Kirchen. Mehr als 80 Prozent der Kirchensteuern würden von weniger als 20 Prozent der Kirchenmitglieder aufgebracht. Von diesem Geld würden vorrangig, Kinder, Alte und Behinderte unterstützt.



In der Wirtschaft werde neben sozialen Aspekten der Grundsatz der Nachhaltigkeit immer wichtiger. Es sei die Aufgabe des wirtschaftlichen Fortschritts, die Erde für die künftigen Generationen zu bebauen und zu bewahren, sagte Käßmann. Die Kirchen setzten dabei Zeichen, indem sie etwa Pfarrhäuser auf ihren Energiehaushalt überprüften.



Superintendent Ralph Charbonnier sagte, die Mineralöl-Raffinerie habe sich in den vergangenen Jahren besonders mit der Wiederaufbereitung von Altöl beschäftigt. Mit der Anlage engagierten sich die Menschen in der Region auch wirtschaftlich für eine nachhaltige Technik.




epd lnb now mil / 27.8.2009

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