Neuer Superintendent im Kirchenkreis Göttingen eingeführt

Nachricht 23. August 2009

Heiterer und freundlicher Empfang für Friedrich Selter

Seit dem 16. August ist Friedrich Selter Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen und Inhaber der ersten Pfarrstelle der St. Johanniskirchengemeinde in Göttingen. Am heutigen Sonnabend fand der feierliche Einführungsgottesdienst statt, an dem nach Auskunft des Kirchenkreises über 700 Personen teilnahmen. Das Ende der zweijährigen Vakanzzeit wurde mit einem heiteren und freundlichen Empfang für den 47-jährigen Theologen gefeiert.

In seiner Einführungsansprache hob Landessuperintendent Eckhard Gorka hervor, dass der neue Superintendent in seiner Lebensgeschichte eine "stabilitas loci" zeige, d.h. die Fähigkeit eine längere Zeit an einem Ort zu verweilen. Siebzehn Jahre habe Friedrich Selter in seiner Gemeinde in Elberfeld-Nord als Gemeindepfarrer gewirkt. Eine längere Verweildauer des neuen Superintendenten wäre für Göttingen eine gute Perspektive, so Gorka. Dieser dankte insbesondere den Ehrenamtlichen im Wahlausschuss für über 30 Sitzungen und den Stellvertretern im Superintendentenamt Pastor Gert Degenhard-Liebenehm, der später von Pastor Marc Wischnowsky abgelöst wurde und Pastorin Dagmar Henze. Wenn man genau hinhörte, sagte der Regionalbischof, könne man in der Kirche "rollende Steine der Erleichterung hören", dass die Stelle jetzt wieder besetzt sei. Das Superintendentenamt bleibe trotz aller Veränderungen der letzten Jahre und der damit verbundenen Belastungen "ein schönes und anspruchsvolles Amt", so Gorka. Im Hinblick auf die theologische Prägung von Friedrich Selter sagte der Landessuperintendent, er sei gespannt, welche theologischen Impulse der reformierte Theologe in den Kirchenkreis bringen werde.

In seiner Predigt berichtete Superintendent Selter von einem erfreulichen Auftakt seiner Tätigkeit im neuen Wirkungskreis. Die Eröffnung eines Stadtteilbüros im Rahmen eines diakonischen Projektes im Göttinger Stadtteil Leineberg sei ein guter Einstieg gewesen. Das neue Amt sei kein "Aufstieg", wie man meinten, sagte Friedrich Selter und verwies auf die 4. These der Barmer Erklärung, nach der die verschiedenen Ämter keine Herrschaft über andere begründen würden, sondern die Aufgaben in der Kirche im geschwisterlichen Bewusstsein ausübt werden sollten.

Beim anschließenden Empfang des Kirchenkreises im Alten Rathaus wurde der neue Superintendent von Vertretern der Politik, der Kirchen und Religionsgemeinschaften und des Kirchenkreises mit freundlichen Grußworten in heiterer Grundstimmung willkommen geheißen. Für den musikalischen Rahmen sorgte eine spontan gegründete Kirchenkreisjazzband und die Kantorei der St. Johanniskirchengemeinde unter Leitung von Bernd Eberhardt.

Zur Person: Friedrich Selter, geboren am 24.07.1962 in Moers am Niederhein, studierte Theologie in Wuppertal und Göttingen. Er war Vikar in Göttingen und lebte vier Jahre in Niedernjesa. Seit 1992 ist er Pastor der Rheinischen Landeskirche in Wuppertal, Elberfeld-Nord. Schwerpunkte seines Engagements sind die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Gestaltung ansprechender Gottesdienste – gerade auch für Leute seiner eigenen Generation. Sowohl klassische als auch moderne Kirchenmusik liegen Selter, der selber E-Bass spielt, am Herzen. Seit vielen Jahren leitet er die kirchengemeindliche Jugendband. Friedrich Selter verfügt über umfangreiche Leitungserfahrungen. Er war seit 2000 fünf Jahre lang Mitglied im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Elberfeld und stellvertretender Superintendent (Skriba). In dieser Funktion hat er die Kirchenkreisjugendarbeit mitgestaltet, den Aufbau der City-Kirche begleitet und die Strukturen für die Krankenhausseelsorge im Kirchenkreis neu geordnet. Außerdem ist er an der Fusion der beiden früheren Kirchenkreise Barmen und Elberfeld beteiligt gewesen und war Kuratoriumsmitglied der Diakonie Elberfeld. Als stellvertretender Superintendent hat er Gemeinden visitiert und verantwortlich Regionalisierungsprozesse begleitet. Selter ist Beauftragter für den Konfirmandenunterricht im Kirchenkreis, arbeitet im Referat für Kultur und Musik mit und ist seit 13 Jahren Notfallseelsorger. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.

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Bernd Ranke
Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen

23.8.2009