Alt, aber nicht veraltet - Patrone der Landeskirche treffen sich in Amelungsborn

Nachricht 22. August 2009

Das Patronat sei eine gefährdete Gattung und müsse noch besser geschützt und gefördert werden, sagte jetzt Archivdirektor Hans Otte beim dritten landeskirchlichen Patronatstag, der im evangelischen Zisterzienserkloster Amelungsborn stattfand.. Im Gang durch die Geschichte zeige sich allerdings auch, dass das kirchliche Patronat besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Aufschwung erlebt habe. Derzeit gebe es in der hannoverschen Landeskirche rund 150 Patronate.



In ihrem Grußwort sagte Landesbischöfin Margot Käßmann, dass die Einrichtung des Patronats zwar alt aber nicht veraltet sei. Die Patrone würden dabei helfen, die aktuelle Verbindung von Bürgergemeinde und Kirchengemeinde aufrecht zu erhalten. Dabei ergäben sich oftmals günstige Win-Win-Situationen für beide Seiten. Die Patrone könnten sich vor allem über wunderschöne Kirchen freuen.



So ließ es sich Abt Eckhard Gorka nicht nehmen, die Patronatsvertreter durch sein Amelungsborner Kloster zu führen. Den Abschluss des Tages bildete eine von Abt und Landesbischöfin gehaltene Vesper.



Das erste landeskirchliche Treffen der Patrone war 1998 durchgeführt worden. Vor fünf Jahren folgte ein zweiter Patronatstag. Für die Organisation der Treffen und für den Kontakt der Landeskirche zu den Patronen zeichnet Oberlandeskirchenrat Jürgen Drechsler verantwortlich. In diesem Jahr waren 41 Patrone der Einladung gefolgt.



Der Name Patron steht historisch für „Kirchherr“. Seine Pflichten beziehen sich insbesondere auf die mit einem Kirchengebäude verbundene Baulast. Neben Ehrenrechten haben viele Patrone Mitspracherecht bei der Besetzung von Pfarrstellen. Sowohl natürliche als auch juristische Personen können ein Patronat ausüben.



Dr. Eberhard Blanke

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim Göttingen