Landessuperintendent Jantzen kritisiert weiteren Ausbau der Elbe

Nachricht 15. August 2009

Lüneburg/Hannover (epd). Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen hat vor weiteren Eingriffen in den natürlichen Lauf der Elbe gewarnt. Geplante Bauten wie die so genannten Buhnen, mit denen der Strom reguliert werde, erhöhten die Fließgeschwindigkeit, schreibt Jantzen in der zum Wochenende in Hannover erscheinenden "Evangelischen Zeitung". So vertiefe sich der Fluss, und Auenwälder drohten auszutrocknen. Dadurch seien geschützte Landschaften wie das Dessau-Wörlitzer Gartenreich und die Niedersächsische Elbtalaue bedroht.



Der leitende Theologe des evangelischen Kirchensprengels Lüneburg, zu dem Gemeinden an beiden Ufern der Elbe gehören, erinnerte an den jahrelangen Kampf für die "unvergleichliche Landschaft" am Fluss. Kirchen in Ost und West engagierten sich dafür seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 20 Jahren. "Kirchliche Gruppen werden sich gemeinsam mit den Umweltverbänden weiterhin dafür stark machen, dass dieser einzigartige Lebensraum erhalten wird."



Ausdruck für das Engagement sei zum Beispiel der jährliche Ökumenische Elbekirchentag, an dem sich Gemeinden von Dresden bis Cuxhaven beteiligten. 2010 sei Hitzacker bei Lüneburg der zentrale Veranstaltungsort, erläuterte der Regionalbischof.




epd lnb mir mig / 14.8.2009

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