Mallorca-Pastor verurteilt Anschläge der ETA

Nachricht 11. August 2009

(epd). Nach den Terroranschlägen der baskischen ETA auf Mallorca hat die deutschsprachige Gemeinde auf der Ferieninsel den einheimischen Behörden ihre seelsorgerlichen Dienste angeboten. Er hoffe aber, dass die Notfallseelsorge nicht zum Einsatz kommen müsse, sagte Pastor Klaus-Peter Weinhold dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen. Mit Deutschen wie auch Spaniern bete er gemeinsam in Gottesdiensten, dass nicht noch Schlimmeres passiere. Weinhold ist seit vier Jahren Pastor auf Mallorca.

Die Terroristen versuchten, durch die Anschläge den empfindlichen Punkt Tourismus zu treffen, sagte er. Durch die Wirtschaftskrise sei die spanische Insel bereits in einer schwierigen Situation. Die Anschläge ließen befürchten, dass die Touristenzahlen weiter zurückgingen. Langfristig gefährde das Arbeitsplätze auf der Insel. Am Ende hätten die Ärmsten der Armen darunter zu leiden. Bisher sei der Urlauberstrom auf Mallorca nicht abgerissen.

Nach dem Autobomben-Anschlag am 30. Juli im Badeort Palmanova, bei der zwei Polizisten ums Leben kamen, hatte es am Sonntag nach Warnungen vier weitere Anschläge auf Mallorca gegeben. Verletzt wurde niemand. Zu den Autobomben-Anschlägen hat sich die baskische Terrororganisation ETA bekannt. Die spanische Regierung vermutet auch hinter den erneuten Anschlägen die ETA.

epd lnb now mig/11.8.2009

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