Kirchenkreise starten Fonds gegen Kinderarmut

Nachricht 07. August 2009

Alfeld (epd). Kinderarmut auf dem Land ist der Schwerpunkt eines neuen Hilfsfonds der evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land. In den beiden Regionen seien fast 18 Prozent der Kinder davon betroffen, sagte Matthias Böning vom Diakonischen Werk. Der Fonds "Hilfe für Lisas Schwester" nahm Anfang August seine Arbeit auf.

Kinderarmut mache auch vor ländlichen Regionen nicht halt, hieß es. Dort versuchten die Familien oft aus Scham ihre Armut zu verdecken. Deutschlandweit sind dem Armutsbericht der Bundesregierung zufolge rund 14 Prozent der Kinder von Armut betroffen. 

In den Kindergärten werde offenbar, wo es fehle. Kinder aus armen Familien könnten oft nicht am gemeinsamen kostenpflichtigen Mittagessen teilnehmen. Schuhe seien zu klein, und manche Kinder hätten keinen Regenschutz. Diesen Familien fehle das Geld für Theaterausflüge mit dem Kindergarten oder für musische und künstlerische Angebote, hieß es. An dieser Stelle greife das Programm der Kirchenkreise.

Die Initiatoren werden von den insgesamt mehr als 90 evangelischen Kirchengemeinden der Region unterstützt. Außerdem hoffen sie auf Geld aus Stiftungen und Spenden. Die hannoversche Landeskirche gibt zu jedem Euro, den der Fonds einwirbt, einen Euro dazu. Aus dem Etat erhalten alle 30 evangelischen Kindergärten der beiden Kirchenkreise 500 Euro, um besondere Angebote zu finanzieren.

Zusätzlich stehe Geld für bedürftige Einzelfamilien zur Verfügung. Davon können Kindergarten- oder Schulkinder unabhängig von einer Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche profitieren. (Spenden auf das Konto 7009 774 des Kirchenamtes Hildesheim bei der Sparkasse Hildesheim, BLZ 259 501 30, Stichwort "Lisa")

epd lnb now mig/7.8.2009

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