EKD: Dialog zwischen UNESCO und Weltreligionen soll ausgebaut werden

Nachricht 25. Juli 2009

Hannover (epd). Vertreter von Christentum, Judentum und Islam wollen künftig enger mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Um den Dialog zwischen der UNESCO und den Religionsgemeinschaften zu institutionalisieren, sei die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen worden, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag mit. In Paris solle ein kleiner Stab gebildet werden, der die jährlichen Treffen der Religionsvertreter vorbereitet und die ständige Verbindung zu UNESCO oder UN halte.



Hintergrund ist nach EKD-Angaben ein interreligiöses Treffen auf Einladung des Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche, Kyrill, in Moskau mit dem Generaldirektor der UNESCO, Koichiro Matsuura. Daran hatte am 22. Juli auch der EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte teilgenommen. In einer Abschlusserklärung betonten die Teilnehmer die Bedeutung der UNESCO für den interkulturellen und interreligiösen Dialog.



Die Weltreligionen seien gemeinsam dem Frieden verpflichtet, erklärte Schindehütte im Anschluss: "Daher sind wir dankbar für diese Initiative, die eine Plattform der Zusammenarbeit zwischen den Religionsgemeinschaften und den Medien, dem Bildungsbereich, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und politischen Institutionen im Rahmen der UNESCO einrichten will."



Wie die EKD weiter mitteilte, nahmen an dem Treffen unter anderem Rabbi Arthur Schneider (USA), Monsignore Andrew Vissanu Thanya-anan vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und Mohammed Jamil bin Ali Khayyat als Repräsentant der Islamischen Weltliga teil.



epd lnb bas mil / 24.7.2009
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