Tagesklinik für Suchtkranke eröffnet in Lüneburg

Nachricht 30. Juni 2009

Lüneburg (epd). Eine neue Tagesklinik für suchtkranke Menschen öffnet an diesem Mittwoch in Lüneburg. Das Angebot, das es bisher in Niedersachsen nur vereinzelt gebe, kombiniere Elemente aus der amulanten und stationären Entwöhnung, sagte der Geschäftsführer des Diakonieverbandes Lüneburg-Bleckede, Gabriel Siller, am Dienstag dem epd: "Wir hoffen, so auch Alleinerziehende zu erreichen und Menschen, die den Kontakt zu ihrer Arbeitsstelle behalten wollen." Diese Form der Behandlung sei zukunftsweisend.

Die von Diakonie und Jugendhilfe getragene Klinik wende sich an Suchtkranke, die ein stützendes soziales Umfeld hätten und abends zum Beispiel in ihre Familien zurückkehren wollten, erläuterte Siller. Aufgenommen würden Alkohol- und Medikamentenabhängige sowie Spiel- und Internetsüchtige. Die Klinik mit insgesamt zwölf Plätzen wende sich zudem an Drogenabhängige, die Ersatzstoffe nehmen und zusätzlich keine Suchtmittel konsumieren. Ziele der von den Rentenversicherungen finanzierten Behandlung seien die Abstinenz und eine Rückkehr ins Erwerbsleben.

Zu der im Schnitt knapp vier Monate dauernden Behandlung in der Tagesklinik gehören eine psychologische und sozialpädagogische Betreuung, Ergotherapie und eine Ernährungsberatung. Für die Klinik haben die Jugendhilfe und die Diakonie eine gemeinsame Gesellschaft gegründet.

Internet: www.tagesklinik-am-lambertiplatz.de


epd lnb mir mig / 30.6.2009
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