„Im Niemandsland – Christen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus“ - Einladung zur Buchpräsentation

Nachricht 11. Mai 2009

Von nationalsozialistischer Verfolgung waren auch Christen jüdischer Herkunft betroffen. In welchem Ausmaß wurden diese Menschen verfolgt, wie verhielten sich Kirchenleitung und einzelne Personen zu diesen Mitchristen? Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat 2003 an die Historikerin und Theologin Dr. Uta Schäfer-Richter einen Forschungsauftrag vergeben. Eine Vielzahl von Einzelschicksalen konnten anhand von Akten und Interviews rekonstruiert werden.



Die Verfolgung dieser Christen reicht von relativer Verschonung bis zu Vertreibung und Mord. Alle Forschungsergebnisse sind nun als Buch unter dem Titel „Im Niemandslandsland. Christen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus“ im Wallstein Verlag (Göttingen) erschienen.



Am Freitag, 15. Mai 2009, 11.30 bis 13.00 Uhr, findet eine öffentliche Buchpräsentation in der Kreuzkirche statt, 30159 Hannover-Mitte (Kreuzkirchhof/Goldener Winkel, Nähe Ballhof.



Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann wird in das Thema einführen. Anhand von Einzelschicksalen werden die Autorin und weitere Rezitatoren das Buch vorstellen. Musikalisch wird die Veranstaltung von Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy umrahmt, ebenfalls Christ jüdischer Herkunft, der vor 200 Jahren geboren wurde.



Angaben zum Buch: Uta Schäfer-Richter: Im Niemandsland.

Christen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus –

Das Beispiel der hannoverschen Landeskirche.

336 Seiten, gebunden, Schutzumschlag; 29,90 Euro

ISBN 978-3-8353-0469-7, Wallstein Verlag (Göttingen), Mai 2009.