Ausstellungsprojekt untersucht Glauben in der Künstlerkolonie Worpswede

Nachricht 28. April 2009

Worpswede/Kr. Osterholz (epd). Unter dem Titel "Seelenland" werden am Freitag in Worpswede vier zusammenhängende Ausstellungen eröffnet. Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie der christliche Glaube die Werke der Künstler von der Zeit um 1900 bis zur Gegenwart geprägt hat. An dem Projekt in der niedersächsischen Künstlerkolonie beteiligen sich nach Angaben der Organisatoren die Große Kunstschau Worpswede, der Barkenhoff, das Haus im Schluh und die Worpsweder Kunsthalle.

Experten sehen eine mythisch-religiöse Auffassung der Natur, die sich schon in den Werken aus den Ursprüngen der Künstlerkolonie vor rund 120 Jahren widerspiegelt. Zu den Ausstellungen gehört aber auch Gegenwartskunst wie eine Kreuzweggruppe des Bildhauers Waldemar Otto. Thematisch steht das Projekt in Verbindung mit dem 250-jährigen Bestehen der örtlichen Zionskirche in diesem Jahr und mit dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 20. bis 24. Mai im benachbarten Bremen gefeiert wird.

Diese beiden Ereignisse sind für die Beteiligten der Anlass, um die Worpsweder Kunst von 1889 bis heute erstmals unter dem Aspekt des Glaubens zu untersuchen. Die zentrale Eröffnung ist am Freitag um 18 Uhr in der Zionskirche geplant. Daran schließt sich ein "langer Museumsabend" an, der bis 22 Uhr dauert. Ein Katalog erläutert die kunsthistorischen und die philosophischen Hintergründe und stellt die Zusammenhänge zwischen den Ausstellungen her.

Internet: www.worpswede.de

epd lnb sel mil/28.4.2009

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