60 Jahre Konferenz der Landeskirchenmusikdirektoren

Nachricht 28. April 2009

Musik verbindet Kirche und Gesellschaft

Die evangelische Kirchenmusik als ein Teil gesellschaftlicher Kultur erfährt nach wie vor große Wertschätzung. Ihre noch stärkere Verankerung in der Gesellschaft kann durch aktuelle und konkrete Fragestellungen vorangetrieben werden. Das sagte jetzt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, bei der 60-Jahr-Feier der Konferenz der Landeskirchenmusikdirektoren im Michaeliskloster Hildesheim. Dazu gehöre auch eine missionarische Komponente. Kirchenmusik könne eine Brückenfunktion zwischen Kirche und Gesellschaft erfüllen.

So sieht es auch der Präsident der Direktorenkonferenz, Dr. Gunter Kennel, Berlin. Für ihn stehen dabei die Qualitätsstandards im Vordergrund. Dafür setze sich die bundesweite Direktorenkonferenz seit 60 Jahren ein. Dadurch, dass in der Konferenz Hochschullehrer und praktizierende Kirchenmusiker sowie kirchenleitende Personen vertreten sind, seien die Bedingungen für gemeinsame Beschlüsse gut.

Aktuelle Maßnahmen lägen derzeit in der Einführung eines zweiten Ausbildungsabschnittes für Kirchenmusiker, vergleichbar dem schulischen Referendariat, und in der Sicherung der Stellensituation.
Die Direktorenkonferenz kooperiere mit dem Deutschen Musikrat und dem Verband der Kirchenmusiker und leiste dadurch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Kultur und zum Funktionieren des Gemeinwesens, führte Kennel aus.

Rund 60 Teilnehmer waren zur Konferenz der Leiter der kirchlichen und der staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der EKD nach Hildesheim gekommen. Die Konferenz war 1949 im hessischen Schlüchtern gegründet worden und kommt einmal im Jahr zusammen.

Eberhard Blanke
Pastor und Kommunikationswirt
Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen