Reformierte Synode diskutiert über niedersächsische Kirchenfusion

Nachricht 20. April 2009

Leer (epd). Die Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche will von diesem Mittwoch an die Möglichkeit einer gemeinsamen evangelischen Kirche in Niedersachsen diskutieren. Die bis zum Freitag in Emden tagenden 61 Synodalen wollten sich über das Für und Wider einer Fusion der fünf Kirchen in dem Bundesland informieren, sagte der Sprecher der reformierten Kirche, Ulf Preuß, am Montag in Leer dem epd. Mit einer Entscheidung sei allerdings erst im November zu rechnen, wenn auch alle 142 reformierten Kirchengemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu sich eine Meinung gebildet hätten. Die anderen vier Landeskirchen mit Sitz in Braunschweig, Bückeburg, Hannover und Oldenburg haben ein lutherisches Bekenntnis.

Eröffnet werde die Synode mit einem Gottesdienst, in dem Alt-Landessuperintendent Walter Herrenbrück predigt. Der reformierte Landessuperintendent in Ruhe feierte am 18. April seinen 70. Geburtstag. Außerdem sei eine Zukunftswerkstatt geplant, sagte Preuß. In Arbeitsgruppen sollen die Delegierten über eine armutsorientierte Diakonie, die Welternährungskrise und die Fort- und Weiterbildung der Pastoren beschließen. Eine weitere Arbeitsgruppe solle sich mit der Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit der Kirche befassen. Hier gehe es um die Zukunft der reformierten Zeitschriften "reformiert" und "Sonntagsblatt".

Internet: www.reformiert.de

epd-lnb jön mir/20.4.2009

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