EKD vergibt seit zehn Jahren Arbeitsplatzsiegel für Unternehmen

Nachricht 20. April 2009

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verleiht das Arbeitsplatzsiegel "Arbeit plus" in diesem Jahr unter anderem an die Kreissparkasse Ludwigsburg und die Sozial-Holding in Mönchengladbach. Mit dem Arbeitsplatzsiegel wolle die evangelische Kirche auch in der wirtschaftlich angespannten Situation Unternehmen, "die eine menschengerechte Personalpolitik verfolgen", als Beispiel für sozial nachhaltiges Wirtschaften herausstellen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber am Montag in Hannover.

Die Auszeichnung wird seit zehn Jahren von der EKD an Unternehmen vergeben, die sich überdurchschnittlich für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen einsetzen. Die Idee für diese Initiative lancierte 1997 der Unternehmer und damalige Kirchentagspräsident, Rainer Meusel. + Seit 1999 wurden knapp 40 Unternehmen unterschiedlicher Branchen ausgezeichnet, 15 davon sogar mehrfach. Darunter befinden sich Fraport AG, Allianz Sachversicherungsgruppe Deutschland, Debeka-Versicherungen, MCM Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH, mehrere Sparkassen und Banken sowie Unternehmen aus den Bereichen Diakonie und Caritas. Zuletzt wurde im November 2008 die Wittenstein AG aus Igersheim in Baden-Württemberg für ihren "vorbildlichen Beitrag zur Personal- und Beschäftigungspolitik" ausgezeichnet.

Am 4. Mai wird der württembergische Landesbischof Frank O. July die Kreissparkasse Ludwigsburg zum dritten Mal in Folge mit dem Arbeitsplatzsiegel auszeichnen. Die stabile Beschäftigungsentwicklung und das große Engagement für Fort- und Weiterbildung waren für die Preisvergabe von entscheidender Bedeutung. Am 19. Mai erhält die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach zum vierten Mal das evangelische Arbeitsplatzsiegel. Die auf Pflege und Altenhilfe spezialisierte GmbH integriere vorbildlich Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, so das Vergabegremium.

Die Auszeichnung sei für Führungskräfte und Mitarbeiter eine Anerkennung und Bestätigung von "guter Sozialpartnerschaft", erläuterte Cornelia Coenen-Marx, Geschäftsführerin von "Arbeit plus". Bewertet werden die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Beteiligungs- und Entfaltungschancen für die Mitarbeiter sowie die Beiträge der Unternehmen zur Sozialkultur. Zur Auswahljury gehören Peter Clever von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Regina Görner von der IG Metall, Professor Winfried Hamel von der Universität Düsseldorf und Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, sowie Bischof Wolfgang Huber.

epd-lnb bas mir/20.3.2009

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