Oldenburger Pastor leitet künftig EKD-Kompetenzzentrum in Hildesheim

Nachricht 20. April 2009

Oldenburg/Varel (epd). Pastor Folkert Fendler (47) aus Varel bei Oldenburg übernimmt zum 1. August die theologische Leitung des neuen Kompetenzzentrums für "Qualitätsentwicklung im Gottesdienst und Kasualien" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das Zentrum im Michaeliskloster in Hildesheim sei eine Konsequenz aus dem seit 2008 laufenden Reformprozess der EKD, sagte Fendler am Montag dem epd.

In dem Zentrum sollen Fendler zufolge besonders gelungene Gottesdienst-Praktiken gesammelt und vernetzt werden. Vieles im Gottesdienst sei für einen Pastor oder eine Pastorin Handwerk, das erlernbar sei und stets verbessert werden könne. Bevor Fendler vor vier Jahren nach Varel-Obenstrohe kam, war er als Pfarrer der deutschen Gemeinde in der peruanischen Hauptstadt Lima und in der Kirchengemeinde Hude tätig. Seine Stelle in Hildesheim ist auf fünf Jahre befristet.

Das mehr als tausend Jahre alte Michaeliskloster beherbergt seit mehr als vier Jahren das bundesweit einzigartige "Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik". Für die Errichtung des Zentrums hatte die hannoversche Landeskirche insgesamt 6,45 Millionen Euro investiert. Ziel ist es, traditionelle Formen des Gottesdienstes und der Kirchenmusik zu pflegen und neue Formen zu fördern.

In dem Kompetenzzentrum arbeiten die hannoversche Landeskirche und die EKD zusammen. Damit ist Hildesheim eines von drei Kompetenzzentren der EKD. Zu ihnen gehören ein Zentrum für Predigtkultur in Wittenberg und eines für Mission mit Hauptsitz in Dortmund sowie den Standorten Greifswald und Stuttgart. Sie sind ein Ergebnis eines Reformprozesses, der im Sommer 2006 vom EKD-Rat mit dem Impulspapier "Kirche der Freiheit" angestoßen wurde. Darin wird unter anderem für eine bessere Qualität kirchlicher Arbeit wie auch für Strukturveränderungen geworben.

Internet: www.michaeliskloster.de

epd-lnb jön mil/20.4.2009

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