Paradiesgarten in hannoverscher Kirche ist eröffnet

Nachricht 10. April 2009

Hannover (epd). Rund 450 Besucher sind am Ostersonntag zum Eröffnungsgottesdienst der "Garten.Eden.Kirche" in Hannover gekommen. Als Beitrag zum Projekt "Gartenregion" in Hannover und Umgebung haben Künstler und Landschaftsarchitekten die evangelische Christuskirche zu einem Paradiesgarten umgebaut. Dafür wurde die neugotische Kirche am Rand der Innenstadt mit Palmen, Bananenstauden und Sträuchern bepflanzt. Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann dankte allen Beteiligten, die seit zwei Jahren an den Plänen zur Umgestaltung des schlichten Kirchenraumes in einen exotischen, paradiesischen Garten mitgewirkt hätten.



Kerngedanke des Projektes sei es, das verlorene und das verheißene Paradies anschaulich zu machen. In der von 1859 bis 1864 vom hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase gebauten Kirche ist ein Kokon aus rund 1.000 Quadratmetern halbdurchsichtigem Gaze-Gewebe, das von einem Gerüst aus 700 Meter Alurohren gestützt wird, als "Raum der Wandlung" aufgespannt. Er ist Kern des von der Künstlerin Anne Nissen und dem Landschaftsarchitekten Ingo Schmidt und ihren Kollegen entwickelten Projektes.



Der Kokon bietet Platz für rund 200 Menschen und wurde in der Mitte des leer geräumten Kirchenschiffes zwischen Backsteinsäulen aufgehängt. Die Gaze-Hülle wird mit Lichtspielen farbig beleuchtet. In ihrer Mitte steht ein Olivenbaum als "Baum des Lebens". Aus vier Brunnen steigt Nebel auf, in den Videoszenen projiziert
werden. Die rund 20 Kirchenfenster sind abgedunkelt. Nachts werden eigens installierte Assimilationsleuchten eingeschaltet, damit kanarische Phoenix-Palmen, Bananenstauden, Lorbeer- und Zitronenbäume genügend Licht bekommen.



Seit Januar sei an der Umsetzung "mit oft klammen Fingern" gearbeitet worden, sagte Spieckermann. Tausende von Pflanzen seien angeliefert worden, die riesigen Palmenkübel hätten kaum durch die Tür gepasst. Erst in der Osternacht seien alle Arbeiten abgeschlossen worden. Das Projekt sei eine Oase im Alltag. Es biete Raum zum Durchatmen, zur produktiven Auseinandersetzung und zur Begegnung mit Gott und miteinander.



Die Kosten von 200.000 Euro werden zur Hälfte von der Region Hannover übernommen, den Rest tragen zum größten Teil Sponsoren. Die Region Hannover plant zum Gartenjahr 2009 insgesamt 700 Veranstaltungen in 21 Städten und Gemeinden. Die evangelische Kirche beteiligt sich daran mit insgesamt 70 Einzelprojekten. Die "Garten.Eden.Kirche" kann bis um 4. Oktober täglich außer montags von 10 bis 19 Uhr besichtigt werden.


www.sprengel-hannover.de

www.gartenregion.de





epd-lnb mil mir / 12.4.2009
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Paradiesgarten öffnet am Ostersonntag


Hannover (epd). Als Beitrag zum Projekt "Gartenregion" in Hannover und Umgebung haben Künstler und Landschaftsarchitekten eine evangelische Kirche zum Paradiesgarten umgebaut. Dafür wurde die neugotische Christuskirche am Rand der Innenstadt mit Palmen, Bananenstauden und Sträuchern bepflanzt. Das Projekt "Garten.Eden.Kirche" wird mit einem Gottesdienst am Ostersonntag um 11 Uhr eröffnet und läuft bis zum 4. Oktober. "Der Garten ist das zentrale Motiv in allen großen Religionen", sagte die hannoversche Landessuperintendentin Ingrid Spiekermann am Donnerstag vor der Presse. Kerngedanke des Projektes sei es, das verlorene und das verheißene Paradies anschaulich zu machen.



In der von 1859 bis 1864 vom hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase gebauten Kirche ist ein Kokon aus rund 1.000 Quadratmetern halbdurchsichtigem Gaze-Gewebe als "Raum der Wandlung" aufgespannt. Er ist Kern des von der Künstlerin Anne Nissen und dem Landschaftsarchitekten Ingo Schmidt und ihren Kollegen entwickelten Projektes. Der Kokon bietet Platz für rund 200 Menschen und wurde in der Mitte des leer geräumten Kirchenschiffes zwischen Backsteinsäulen aufgehängt. Die Gaze-Hülle wird mit Lichtspielen farbig beleuchtet. In der Kirche sind rund 50 Palmen mit bis zu sieben Metern Höhe in Kübeln aufgestellt und mehrere Hundert Pflanzen wie Orchideen und Farne gepflanzt worden.



Aus vier Brunnen steigt Nebel auf, in den Videoszenen projiziert werden. Die Kosten des Projektes von 200.000 Euro werden zur Hälfte von der Region Hannover übernommen, den Rest tragen zum größten Teil Sponsoren. Die Region Hannover plant zum Gartenjahr 2009 insgesamt 700 Veranstaltungen in 21 Städten und Gemeinden. Die evangelische Kirche beteiligt sich daran mit insgesamt 70 Einzelprojekten. "Die Garten.Eden.Kirche zählt zu den Glanzlichtern", sagte Viktoria Krüger von Projektbüro Gartenregion.



www.sprengel-hannover.de

www.gartenregion.de





epd-lnb mir mil / 9.4.2009

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