Sigrid Vierck wird als Äbtissin im Kloster Walsrode eingeführt

Nachricht 08. April 2009

Walsrode/Uelzen (epd). Sigrid Vierck wird am 17. April als neue Äbtissin des evangelischen Frauenklosters Walsrode eingeführt. Der Konvent aus zwei Alt-Äbtissinnen und sechs Klosterdamen wählte sie Ende Oktober zur Nachfolgerin von Ilona Reger, teilte die Klosterkammer Hannover mit. Die promovierte Archäologin und Archivarin Vierck war zuvor fast vier Jahre lang Konventualin im Kloster Medingen bei Uelzen.

Walsrode und Medingen gehören zu den Lüneburger Frauenklöstern, die als Folge der Reformation zu evangelischen Damenstiften wurden. Das Kloster Walsrode geht auf eine Gründung aus dem Jahr 986 zurück.

Sigrid Vierck ist in Köln geboren und dort auch aufgewachsen. Sie ist verwitwet und hat eine erwachsene Tochter. Im Kloster Medingen war sie unter anderem für Führungen und die Organisation von Konzerten zuständig.

Als Äbtissin wird sie wirtschaftliche und geistliche Leiterin des Klosters. Ihre Einführung durch die Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, und den Lüneburger Landessuperintendenten, Hans-Hermann Jantzen, ist Staatsakt und Festgottesdienst zugleich. Die Klosterkammer Hannover verwaltet als Landesbehörde früheren Kirchen- und Klosterbesitz.

Ilona Reger hat nach Angaben der Klosterkammer im Juni ihr Amt niedergelegt. Die ehemalige Vorstandssekretärin eines Unternehmens für Windparkplanung in Husum leitete das Kloster nur ein Jahr lang. Sie zog zu einem Lebenspartner nach Hamburg. Die Klosterordnung verlangt, dass Äbtissinnen alleinstehend und evangelisch sein müssen.


epd-lnb mir mil / 8.4.2009
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