Auf einen Blick: Letzte Bonhoeffer-Vorstellung / Unterrichtsausfall Religion / Jugendgemeinschaft auf Zeit

Nachricht 27. Februar 2009

Allerletzte Bonhoeffer-Vorstellung

Nach 70 Vorstellungen im gesamten niedersächsischen Raum neigt sich das erfolgreiche Theaterprojekt dem Ende zu. Wer die beeindruckende szenische Biografie noch nicht gesehen hat, dem bietet sich nun die allerletzte Gelegenheit: Donnerstag, 12. März, 20 Uhr, Kleckstheater/ Kestnerstraße, Eintritt 8 Euro. Weitere Information unter Telefon 0511/ 81 69 81.

Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) gilt für viele bis heute als Vorbild. Man kennt ihn als mutigen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der dafür mit dem Leben zahlte. Doch weniger bekannt ist die Motivation, die den Pastor Dietrich Bonhoeffer in die aktive Widerstandsarbeit führte. Das Theaterstück „Dietrich Bonhoeffer – Das Leben riskieren“ beschreibt die wichtigsten Lebensstationen Bonhoeffers, seine Zweifel, seine Auseinandersetzung mit der Bibel, mit seiner Kirche und seinem Glauben, die schließlich konsequenterweise zum einzigen für ihn lebbaren Lebensentwurf, der Arbeit im Widerstand, führte.

Die Theaterproduktion „Dietrich Bonhoeffer – Das Leben riskieren“ entstand im Auftrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und wird außerdem gefördert durch die Hanns-Lilje-Stiftung und die Klosterkammer Hannover.

26.2.2009


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Niedersächsische Religionslehrer klagen über Unterrichtsausfall

Braunschweig/Leer/Osnabrück (epd). Der Aktionsausschuss Niedersächsischer Religionslehrer hat der Unterrichtsversorgung im Fach Religion die Note "mangelhaft" verliehen. Seit der Gründung des Ausschusses im Jahre 1970 habe sich daran wenig geändert, schreibt der Vorsitzende Hermann Abels (Hesel/Kr. Leer) in einem am Mittwoch veröffentlichten Rundbrief. Schon damals sei beklagt worden, dass es zu wenig Lehrkräfte gebe und die gesellschaftliche Bedeutung des Religionsunterrichtes unterschätzt werde. Inzwischen komme noch hinzu, dass dem Fach durch hohe Pensionierungszahlen Lehrkräfte verloren gingen.

Der Leiter des Arbeitsbereiches Religionspädagogik der braunschweigischen Landeskirche, Hans-Georg Babke, bestätigte, dass es mehr Pensionierungen als Neueinstellungen von Religionslehrern gebe. An einigen Schulen entwickele sich der Philosophie-Unterricht zu einer stärkeren Konkurrenz als das Fach "Werte und Normen". Bei den Strukturveränderungen an den Schulen sei das Fach kaum im Blick, kritisierte Babke. Als Mangelfächer gelten in Niedersachsen neben Religion noch Musik, Latein und Physik. Die Schulen neigten dazu, zunächst den Unterricht in den "harten" Fächern Physik und Latein sicherzustellen, sagte Babke.

Der Aktionsausschuss versteht sich als schulform- und konfessionsübergreifende Stimme der Religionslehrerschaft in Niedersachsen. In Gesprächen mit der Kultusbehörde, Kirchen, Parteien und Elternverbänden setzt sich der Verband nach eigenen Angaben immer wieder für das Fach ein. Als größere Veranstaltung verantwortet er den Niedersächsischen Religionslehrerertag am 14. März in der Universität Osnabrück.

lnb lau mil / 25.2.2009
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen


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Missionarisches Zentrum bietet Jugendlichen Lebensgemeinschaft auf Zeit

Uelzen (epd). Jugendliche ab 18 Jahren können von Ende August an eine besondere Form des Freiwilligen Sozialen Jahres oder des Zivildienstes absolvieren. Das Missionarische Zentrum in Hanstedt I bei Uelzen suche wieder junge Erwachsene, die dort ein Jahr lang in einer christlichen Lebensgemeinschaft leben und arbeiten, sagte Diakon Hermann Brünjes am Dienstag. In der Hausgemeinde mit insgesamt neun Jugendlichen seien noch Plätze frei.

Das Tagunghaus in dem Heideort arbeitet Brünjes zufolge mit der evangelischen Landeskirche Hannovers zusammen. Es hat Platz für rund 100 Gäste. Die Gruppen aus Konfirmanden, Jugendlichen und Erwachsenen werden von der Hausgemeinde betreut. Zu den Aufgaben gehöre unter anderem, Mahlzeiten für die Gäste zu servieren oder Andachten zu gestalten, erläuterte Brünjes. Fünf hauptamtliche Mitarbeiter unterstützen die Jugendlichen.

"Das Besondere der Hausgemeinde ist das gemeinsame geistliche Leben mit täglichen Andachten, Bibelgesprächen und Schulungen", sagte Brünjes. Eine Hausgemeinde präge das Missionarische Zentrum seit seiner Gründung vor 30 Jahren. In Norddeutschland gibt es zwei weitere "christliche Lebenszentren für junge Leute" mit ähnlichem Angebot in Oese bei Bremervörde und im ostfriesischen Asel.

Internet: www.fmd-online.de


epd-lnb mir mil / 24.2.2009
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