Kirchentag will Teilnehmer auf das Rad locken

Nachricht 09. Februar 2009

Bremen (epd). Mit einem erstmals eigens für den Kirchentag entwickelten Fahrrad will die Großveranstaltung in Bremen im Mai einen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität leisten. "Wir haben ein Modellprojekt entwickelt, das im Rahmen einer Großveranstaltung mehr Menschen auf das Rad locken soll", sagte Kirchentags-Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Bremens Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) und dem Hersteller Rabeneick stellte sie das Rad am Montag der Öffentlichkeit vor.



Vom 20. bis 24. Mai erwarten die Organisatoren etwa 100.000 Dauerteilnehmer, die zum Bremer Kirchentag unter dem Motto "Mensch, wo bist du?" kommen. Die Oldenburger Firma Rabeneick will den Angaben zufolge 1.000 Kirchentagsräder herstellen, die im Vorfeld zu einem Preis von 399 Euro gekauft werden können. Ein Teil davon soll während des Christentreffens genauso wie weitere 600 aufgearbeitete Gebrauchträder verliehen werden, damit Kirchentags-Teilnehmer per Rad zwischen den Veranstaltungsorten pendeln können.



Das Bundesverkehrsministerium fördert das Modellprojekt im Rahmen des nationalen Radverkehrsplanes mit 225.000 Euro. Davon sollen auch 1.500 mobile Fahrradparkplätze finanziert, 120.000 Besucherstadtpläne mit Informationen zum Radwegenetz versehen sowie Verleih- und Servicestationen eingerichtet werden.



Die mobilen Fahrradbügel sollen später für Veranstaltungen im Bremer Weser-Stadion oder an der Messe der Hansestadt genutzt werden. "Der Kirchentag als klimafreundliche Großveranstaltung bietet ideale Projektvoraussetzungen", sagte Ueberschär. Umweltsenator Loske betonte, das Rad sei gut für Klima, Fitness und Lebensqualität einer Stadt. ADFC-Chef Hübener sagte, das Modellprojekt passe gut zu Bremen: "Schon jetzt wird hier ein Drittel der Strecken mit dem Rad zurück gelegt."



Internet: www.kirchentagsrad.de

www.kirchentag.de





epd-lnb sel mir /9.2.2009

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