Region Hannover präsentiert sich als "Gartenregion"

Nachricht 22. Januar 2009

Hannover (epd). Mit mehr als 700 Veranstaltungen will sich die Region Hannover in diesem Jahr als "Gartenregion" profilieren. "Wir möchten ein Bewusstsein für die hohe Lebensqualität in der Region schaffen und die Menschen einladen, Grünanlagen und Gärten zu erkunden", sagte Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) am Donnerstag. Geplant sind Projekte an 40 Standorten. Unter anderem wird sich vom 12. April bis zum 4. Oktober die evangelische Christuskirche in einen Paradiesgarten verwandeln.

Hannover besitze mit der Eilenriede den größten Stadtwald Europas und habe viel Geld in die weltbekannten Herrenhäuser Gärten und den Erlebnis-Zoo investiert, sagte Umweltdezernent Professor Axel Priebs. Mit den Expo-Gärten und dem benachbarten "Park der Sinne" seien in den vergangenen zehn Jahren weitere einzigartige Grünanlagen entstanden. Rund die Hälfte der Fläche in der Region stehe unter Natur- oder Landschaftsschutz. Die Region habe zum Gartenjahr 2009 rund 1,9 Millionen Euro in 52 Projekte investiert und damit weitere Investitionen privater und öffentlicher Partner von 8,5 Millionern Euro ausgelöst.

Die Christuskirche am Rand der Innenstadt soll im Inneren dschungelartig mit Bäumen und Stäuchern bepflanzt werden, sagte Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann. In der Mitte wird ein Kokon aus halbtransparentem Nylon-Gewebe als "Raum der Wandlung" aufgespannt, der Platz für rund 200 Menschen bietet. Dort sollen ein Brunnen als "Quelle des Lebens" und ein Olivenbaum stehen. Die Hülle wird mit Lichtspielen beleuchtet, die Blumenelemente zeigen.

Zudem sind vier Brunnen mit aufsteigendem Nebel geplant, in den Gesichter projiziert werden. Die Kosten des Projektes von 200.000 Euro werden zur Hälfte von der Region Hannover übernommen. "Garten ist ein urreligiöses Thema", sagte Spieckermann. Schon auf den ersten Seiten erzähle die Bibel vom Paradies. Christliche Garten-Motive hätten vielfach die Kunst, Musik und Literatur geprägt. Anlässlich der Expo 2000 war in Hannover bereits die Apostelkirche als "Garten Eden" gestaltet worden.

Neben der Kirche und den Kommunen beteiligen sich Unternehmen, Privatleute, Schulen, Universitäten und Vereine am Projekt "Gartenregion". Auf der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer wird ab Mai die Kunstinstallation "Zeit im Garten" zu sehen sein. Im Februar und März verwandeln Künstler den hannoverschen Maschsee mit Lichtinstallationen und Videos in ein Gesamtkunstwerk. Den Auftakt zum Gartenjahr bildet am 5. Februar die Ausstellung "Wildwuchs" mit aktueller Kunst im Landesmuseum.

Internet: www.gartenregion.de


epd-lnb mig mil / 22.01.2009
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