Kirchenkreise Wittingen und Wolfsburg bereiten sich auf Fusion vor

Nachricht 22. Januar 2009

Wittingen/Wolfsburg (epd). Die evangelischen Kirchenkreise Wittingen und Wolfsburg wollen in einem Kirchenkreisverband künftig enger zusammenarbeiten. Langfristiges Ziel sei eine Fusion im Jahr 2013, sagte der Wolfsburger Superintendent Hans-Joachim Lenke am Mittwoch dem epd. In den kommenden vier Jahren sollten unter anderem die Finanzzuweisungen an die Gemeinden angeglichen und gemeinsame Ideen etwa für die Jugendarbeit entwickelt werden. Mit einem Festgottesdienst mit dem Lüneburger Landessuperintendenten Hans-Hermann Jantzen an diesem Donnerstag in Wittingen wird der Auftakt der Kooperation gefeiert.

Hintergrund seien Sparbeschlüsse der hannoverschen Landeskirche, erläuterte der Wittinger Superintendent Martin Berndt. Bis zum Jahr 2020 solle es nach Empfehlungen der Landeskirche keine Kirchenkreise mit weniger als 45.000 Mitgliedern geben. Wittingen hat derzeit rund 23.000 Mitglieder in zehn Kirchengemeinden, Wolfsburg rund 46.000 in 20 Gemeinden. Wittingen und Wolfsburg gehören nach Angaben der Landeskirche unter den insgesamt 57 Kirchenkreisen zu den ersten, die sich zusammenschließen.

"Es ist eine Leistung, eine gewisse Eigenständigkeit aufzugeben", sagte Jantzen. Im Amtsbezirk des Landessuperintendenten, dem Sprengel Lüneburg mit wölf Kirchenkreisen, waren zuvor nur die weitaus kleineren Kirchenkreise Lüchow und Dannenberg Anfang 2006 diesen Schritt gegangen. Wittingen und Wolfsburg hätten auch mit dem ebenfalls benachbarten Kirchenkreis Gifhorn Gespräche geführt, sagte Berndt. "Wir wollten aber von der Größe etwa gleichstarke Partner." Zur Gifhorner Kirchenregion gehören rund 68.000 Mitglieder.

Der Zeitpunkt 2013 wurde den Angaben zufolge gewählt, weil Berndt dann in den Ruhestand geht und auch weitere Leitungsgremien sich neu konstituieren. Auf den Alltag in den Gemeinden werde sich die Fusion kaum auswirken, sagte Berndt. "Für sie ist wichtig, dass Ansprechpartner und eine Versorgung vor Ort erhalten bleiben." Auch in der Vergangenheit habe es Veränderungen der Kirchengebiete gegeben. Der Kirchenkreis Wittingen selbst, der in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert, sei daraus hervorgegangen.


epd-lnb mir mil / 22.01.2009
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