Neue Konferenz soll kirchliche Friedensarbeit stärken

Nachricht 18. Januar 2009

Bremen/Hannover (epd). Unter der Leitung des kirchlichen Friedensbeauftragten Renke Brahms tritt in der kommenden Woche erstmals eine Konferenz der Friedensarbeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Mit der Konferenz wolle die EKD ihre Friedensarbeit bündeln und stärken, sagte der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche am Sonntag in einem epd-Gespräch. Auch die Konflikte im Gaza-Streifen und in Afghanistan kämen zur Sprache. Die zweitägige konstituierende Sitzung beginnt am Montag in Hannover.

Das hochrangige Treffen sei in dieser Breite eine Premiere, betonte der Schriftführer der bremischen Landeskirche. "Die Konferenz versammelt eine hohe Kompetenz von Institutionen und Personen." Mitglieder der etwa 40-köpfigen Versammlung sind neben Repräsentanten der EKD und ihrer 22 Gliedkirchen Vertreter ziviler Friedensdienste, der Entwicklungsdienste, der Friedensforschung und Friedenspädagogik, freier ökumenischer Netze sowie der Seelsorge in der Bundeswehr.

Die Konferenz sei ein Signal dafür, dass sich die EKD künftig noch deutlicher und effizienter in friedensethische und friedenspraktische Diskussionen einmischen wolle, kündigte Brahms an. Zudem sollten Impulse für die Friedensarbeit vor Ort gegeben werden. Die Versammlung soll künftig ein Mal im Jahr tagen. Die laufenden Geschäfte übernimmt ein Arbeitsausschuss zusammen mit dem gemeinsamen Büro der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerer (EAK) in Bonn.

Gemeinsame Arbeitsgrundlage ist die 2007 veröffentlichte Friedendenkschrift der EKD. Mit dem Dokument "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen" präsentierte die EKD damals erstmals seit mehr als 25 Jahren wieder ein Grundsatzpapier zur Friedensethik. Darin reagiert sie auf neue globale Friedensgefährdungen. Zu diesen Bedrohungen gehören aus Sicht der EKD der Zerfall staatlicher Autorität, der internationale Terrorismus sowie weltweite sozioökonomische Probleme wie Armut, Hunger und Umweltzerstörung.

Internet: www.ekd.de, www.friedensdienst.de

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18.1.2009
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