Kirche strafft Verwaltung in Südniedersachsen

Nachricht 15. Januar 2009

Hildesheim (epd). Die evangelische Kirche strafft ihre Verwaltung in Südniedersachsen. Zum 1. Mai werden die beiden lutherischen Kirchenkreisämter in Hildesheim fusionieren, sagte der Hildesheimer Superintendent Helmut Aßmann am Donnerstag: "Wir folgen damit den ökonomischen Vorgaben der Landessynode." Das neue Kirchenkreisamt wird künftig für 139 Gemeinden mit rund 157.000 Mitgliedern im gesamten Landkreis Hildesheim und Teilen des Landkreises Hameln-Pyrmont zuständig sein.

Es verwaltet dann 212 Kirchen und Kapellen, 52 Kindergärten, 104 Friedhöfe sowie 226 weitere Gebäude in den Kirchenkreisen Alfeld, Hildesheim-Sarstedt und Hildesheimer Land. Zudem übernimmt es die Buchhaltung für rund 2.100 Mitarbeitende: Küster, Kirchenmusiker, Erzieherinnen, Raumpflegerinnen oder Mitarbeiterinnen in Diakoniestationen. Die drei Kirchenkreise sollen aber trotz ihrer gemeinsamen Verwaltung selbstständig bleiben, sagte Aßmann: "Fast 140 Gemeinden zu einem einzigen Kirchenkreis zusammenzupacken, ist aus kirchengemeindlicher Sicht Unsinn."

Die hannoversche Landessynode hatte ein umfassendes Sparpaket beschlossen, um bis 2010 ihren Haushalt zu sanieren. Dazu gehört auch das Ziel, die Zahl der Kirchenkreisämter auf etwa 20 zu halbieren. Die Kirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land unterhalten bereits ein gemeinsames Kirchenkreisamt in Hildesheim und arbeiten in einem Verband zusammen. Insgesamt bestehen in Deutschlands größter Landeskirche derzeit 58 Kirchenkreise mit rund drei Millionen Mitgliedern.

epd-lnb mig mil / 15.12009
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