125 Jahre Diakonie Himmelsthür

Nachricht 14. Januar 2009

„Manchmal wundern wir uns selbst über die Größe und Vielfalt, die hier entstanden ist.“ Mit diesen Worten leitete Direktor Ulrich Stoebe die Pressekonferenz zum 125-jährigen Bestehen der Diakonie Himmelsthür ein. 1884 wurde die Einrichtung als Asyl für in Not geratene Frauen gegründet. Heute ist sie mit 17 Standorten in Niedersachsen und rund 2000 Wohnplätzen landesweit der größte Anbieter in der Eingliederungshilfe für Menschen mit geistigen Behinderungen. Unter dem Motto „125 Ideen für Menschen“ soll das Jubiläumsjahr die Bewohner in den Mittelpunkt stellen.

„Der Einsatz von Menschen für Menschen: Das ist der rote Faden, der sich durch die Geschichte unserer Einrichtung zieht“, betonte Ulrich Stoebe. Er stellte die heutige Diakonie Himmelsthür als gemeinnützigen Unternehmensverbund vor. Mit ihren Tochtergesellschaften stellt sie zwischen Wildeshausen und Alfeld, zwischen Gifhorn und Bad Pyrmont nicht nur Wohnmöglichkeiten von der stationären Wohngruppe bis zum ambulanten begleiteten Wohnen zur Verfügung. Sie bietet auch spezielle Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, fördert die Integration in den ersten Arbeitsmarkt, betreibt eine Gemeinschaftswäscherei, einen Catering- und einen Immobilien-Service. Auch eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung ist Teil der Einrichtung.

Das Programm des Jubiläumsjahres beginnt am 18. Februar mit einem Fachsymposium in Hildesheim-Sorsum, zu dessen Referenten unter anderem die Landesbischöfin Margot Käßmann und der Direktor der Bundesakademie für Kirche und Diakonie, Udo Krolzik, gehören. „Exklusiv – inklusiv? Wohin steuert unsere Gesellschaft“, lautet das Thema der Tagung.

Die Diakonie Himmelsthür beteiligt sich mit einem „Café Himmelsthür“ am Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 20. bis 24. Mai in Bremen. Ein großes Sommerfest samt Open Air-Festival am 15. August, ein Gemeinschaftsausflug für alle Bewohner ins Rasti-Land und ein zentrales Mitarbeiterfest sollen weitere Highlights des Jubiläumsjahres werden. Daneben gibt es eine große Zahl von Veranstaltungen an allen Standorten – und die „125 Ideen“.

Sie sollen im Laufe des Jahres gesammelt und im Internet veröffentlicht werden. Ziel sei es nicht, lauter bahnbrechende Konzepte zu entwickeln, so Stoebe. Sondern man wolle an lebensnahen Beispielen zeigen, wie Menschen mit geistigen Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wie Karl-Heinz Lopp, ein 58jähriger Bewohner des Hauses Bad Salzdetfurth, der sich seit 26 Jahren ehrenamtlich als Ersthelfer im Roten Kreuz engagiert. Er wird in der ersten „Idee für Menschen“ vorgestellt – ab Februar zu finden im Internet unter der Adresse www.125ideen.de

14.1.2009