Landessuperintendent Eckhard Gorka spricht vor Jahresversammlung der IHK

Nachricht 14. Januar 2009

Verantwortung müsse Freude, wenn nicht sogar Spass machen, das sagte jetzt Landessuperintendent Eckhard Gorka auf dem Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Hannover in der Region Hildesheim/Holzminden.

Den Vortragstitel „Verantwortung übernehmen - lohnt sich das?“ beantwortete Gorka mit einem sechsfachen Ja und bezog sich auf das notwendige gesellschaftliche Engagement jedes einzelnen Bürgers. „Darin kann sich niemand vertreten lassen.“

Er sehe ein „Ende der Delegationsspirale“. Möglichkeiten sich zu engagieren gäbe es angesichts von rund 600.000 Vereinen oder 16.000 Kirchengemeinden in Deutschland genug. Verantwortung lohne, weil sie Kompetenzen freisetzen und bestehende Probleme maßvoll angehen könne.

Verantwortung ziele auf nachhaltige Lösungen, die auch kommende Generationen berücksichtigten. Als Beispiel nannte er eine Kooperation zwischen der EDEKA und dem World Wildlife Fund (WWF) zur nachhaltigen Fischereibewirtschaftung.

Religiös gesehen sei die Verantwortung auf eine „unbestechliche Instanz angewiesen“, die Christen Gott nennen. Irgendwann stelle sich jedem die Frage nach der letzten Verantwortung darüber, was man mit dem eigenen Leben gemacht habe. Dafür sei allerdings die Freiheit notwendig, sich auch für oder gegen eine Handlungsoption entscheiden zu können. Entscheidungen fänden dabei oftmals im diffusen Graubereich statt, wie es etwa im medizinethischen Bereich zu sehen sei. Soll ein bestimmtes Präparat auf den Markt? Ist pränatale Diagnostik zu verantworten?

Die Begrüßung der rund 600 Teilnehmer im Festsaal von Bosch-Blaupunkt in Hildesheim hatte der Präsident der IHK, Dr. Hannes Rehm, vorgenommen. Zum Abschluss richtete Vizepräsident Gerd Streuber insbesondere eine Reihe verkehrspolitischer Forderungen für Südniedersachsen an die Politik.


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
Eberhard Blanke, Pastor und Kommunikationsmanager

14.1.2009