Europas größter Adventskranz spielt 6.700 Euro Spenden ein

Nachricht 30. Dezember 2008

Lüneburg (epd). Der nach Angaben der Organisatoren größte Adventskranz Europas in Lüneburg hat rund 6.700 Euro Spenden für Kinder in Not eingebracht. Bis zum Abschluss der Aktion am Neujahrsmorgen werden rund 3.000 Anrufer die Nummer einer Hotline erreicht haben, teilten die Organisatoren von Kirche und Diakonie am Dienstag mit. Jeder Anruf bringt 99 Cent für Hilfsprojekte ein und lässt ein Lichtband rund um den 13-Meter-Kranz für jeweils 30 Sekunden leuchten. Mehr als 3.700 Euro seien zusätzlich gespendet worden.

Die Spenden gehen zu gleichen Teilen an "Frühe Hilfen für Säuglinge" in Lüneburg und an ein Projekt für Straßenkinder in Tansania. Der Aluminium-Kranz mit 25 nachgebauten Kerzen ist in rund 60 Metern Höhe auf einem historischen Wasserturm montiert. Die Aktion hatte prominente Unterstützer gefunden. Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann erhellte am 30. November zum ersten Advent die erste Kerze per Knopfdruck. Bundespräsident Horst Köhler setzte bei einem Lüneburg-Besuch die 14. Kerze in Betrieb. Auch seine Frau Eva Louise brachte den Kranz per Anruf zum Scheinen.

Die Resonanz sei sehr positiv gewesen, sagte Projektleiterin Ursula Kretschmer. Es gebe Überlegungen, den Kranz im kommenden Advent erneut zu installieren. Seine Lichter sollten ein Zeichen setzen und an Menschen erinnern, die sich in schwierigen Lebenssituationen befänden. Das Projekt verweise auf den Erfinder des Adventskranzes, Johann Hinrich Wichern, und sein Lebenswerk: Hilfe für Kinder in Not. Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern ließ 1839 in dem von ihm gegründeten "Rauhen Haus", einem Heim für verwahrloste Jugendliche, einen großen hölzernen Kranz aufhängen. Dieser trug für jeden Tag bis Weihnachten eine Kerze.

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30.12.2008
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