Pfadfinder verteilen Friedenslicht aus Bethlehem

Nachricht 12. Dezember 2008

Hannover (epd). Rund 300 bis 400 Pfadfinder aus Niedersachsen werden am dritten Advent in Hannover zur Aussendefeier für das "Friedenslicht" aus Bethlehem erwartet. Das Licht wurde in diesem Jahr zum 22. Mal in der vermuteten Geburtsstelle von Jesus entzündet, der "Geburtsgrotte", teilte der Verband der Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Bezirk Hannover mit. Es wurde von einem Kind zunächst mit dem Flugzeug nach Wien gebracht und dort von evangelischen und katholischen Pfadfindern aus ganz Europa übernommen und weiterverteilt.

In Hannover wird das Friedenslicht an diesem Sonntagmorgen mit dem Zug eintreffen. Die Pfadfinder werden es an viele Orte, Personen und Gemeinden weiterreichen, unter anderem an Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD). Die Aussendefeier beginnt am Sonntag um 16.15 Uhr in der Nazarethkirche. Mit einer historischen Straßenbahn wird das Licht am gleichen Abend mehrere Stunden lang an alle Gemeinden an der Linie verteilt. Bis zum 6. Januar kann es von Interessierten beim evangelischen Stadtjugenddienst, bei der Wiedereintrittsstelle in der Innenstadt und an der katholischen Jugendkirche Tabor in der Südstadt abgeholt werden.

Die Aussendefeier bildet den Angaben zufolge zugleich den Höhepunkt der Friedens- und Erinnerungsarbeit der christlichen Pfadfinder in Hannover. Ausgehend von einem Besuch im "Zug der Erinnerung" im Januar hatten Jugendliche das ganze Jahr über Biografien jüdischer Bürger erforscht, die in der NS-Zeit aus Hannover verschleppt worden waren. Jetzt könnten sie erste Ergebnisse vorlegen, hieß es. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder vertritt in der Region Hannover rund 900 Mitglieder. Bundesweit sind es 47.000.

Informationen über die Aktion finden Sie auf der gemeinsamen Homepage der Pfadfinderverbände: www.scoutnet.de/friedenslicht/

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