Landessuperintendent i.R. Karl Manzke gestorben

Nachricht 08. Dezember 2008

Celle/Stade. Kurz nach seinem 80. Geburtstag ist der ehemalige Landessuperintendent für den Sprengel Stade Karl Manzke am Samstag morgen in Celle gestorben. Die Trauerfeier für den nach kurzer Krankheit Verstorbenen findet am kommenden Samstag um 13.00 Uhr in der Celler Stadtkirche statt, predigen wird Superintendent i.R. Hans-Wilhelm Hastedt (Sittensen).

Karl Manzke hinterlässt neben seiner Ehefrau Ingeborg die Töchter Barbara und Annette sowie seinen Sohn Karl Hinrich und sieben Enkelkinder. „Er war ein leidenschaftlicher Prediger des Evangeliums“, würdigt Dr. Karl-Hinrich Manzke, Superintendent in Aurich, seinen Vater.

Als Landessuperintendent für den Sprengel Stade stand Karl Manzke bis zu seinem Ruhestand 1992 dem damals größten Kirchenbezirk der hannoverschen Landeskirche 15 Jahre vor. In dieser Zeit prägte er die Arbeit der rund 200 evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden zwischen Elbe und Weser nachhaltig durch seine Predigten und Vorträge. Neben der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese bei Bremervörde fand auch die Gründung des Evangelischen Bildungszentrums Bad Bederkesa als kirchlichem Bildungsort für die Region unter seiner Leitung statt. Ebenso wurden durch ihn die Sprengel-Kirchentage initiiert. „Gerade als Gründungsvater hatte er eine große Beharrlichkeit und persönliche Autorität“ erinnert sich der ehemalige Leiter des Evangelischen Bildungszentrums Bad Bederkesa, Dr. Manfred Pluskwa. Auch bei Parteien, Verbänden und Institutionen seien seine Wortbeiträge bis zuletzt gefragt gewesen, da er ein "unglaubliches Renommee" als Redner gehabt habe.

Bevor Manzke als Regionalbischof für den Sprengel Stade sein Amt übernahm, war er von 1967 bis 1977 Superintendent in Celle. Hier rief er die „Kirchliche Woche in Celle“ ins Leben, eine Veranstaltungsreihe, zu deren thematischen Diskussionsrunden mit Schwerpunkten wie „Nachrüstung“ und „Klimadebatte“ zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft anreisten.

Karl Manzke wurde 1928 als Sohn eines Bauern in Böbbelin im pommerschen Kreis Schlawe geboren. Er legte 1949 in Celle das Abitur ab und studierte in Wuppertal, Münster und Göttingen Theologie. Nach dem Vikariat in Soltau war Manzke von 1957 bis 1962 Pastor in Hechthausen im Land Hadeln bei Cuxhaven und anschließend Studiendirektor am Predigerseminar Erichsburg in Dassel. 2007 erschien im Aschendorff-Verlag in Münster ein Buch mit seinen Predigten, Vorträgen und Aufsätzen.


Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Stade
Pastorin Sonja Domröse
8. Dezember 2008