Bildungszentrum vermittelt Handwerkern Wissen zum Energiesparen

Nachricht 01. Dezember 2008

Bad Bederkesa/Kr. Cuxhaven (epd). Das Evangelische Bildungszentrum in Bad Bederkesa bei Bremerhaven erweitert seine Qualifizierungs-Angebote zum Energiesparen. So fördere die EU mit rund 150.000 Euro ein neues Projekt des Zentrums zum effizienten Umgang mit Strom, Wasser und Wärme, sagte am Montag der Leiter des Bildungszentrums, Jörg Matzen, bei der Vorstellung des Programms für 2009. Das Projekt soll im Mai kommenden Jahres starten. Ziel sei es, kleinere und mittlere Handwerksbetriebe zu schulen, damit sie ihre Kunden in Energiefragen besser beraten können.

Bei dem auf 15 Monate angelegten Projekt unter dem Titel "Optimum" geht es Matzen zufolge um Themen wie Anlagentechnik und Bauphysik, aber auch um Förderungsmöglichkeiten für energiesparende Investitionen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Hochschule Bremerhaven zeige das Zentrum an seinen eigenen bis zu 26 Jahre alten Gebäuden seit Jahren modellhaft, wie am besten Energie gespart werden könne.

Zum Programm für 2009 gehören rund 160 Seminare. Sie beschäftigen sich mit Wirtschaft, Familie, Frauenbildung, Kirche, Spiritualität und Gesellschaft. Dazu kommen Kurse zu kulturellen Themen, Ökologie, Pädagogik, beruflicher Bildung und Schulentwicklung. Darunter sind auch Foren mit prominenten Referenten wie dem Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, dem Hirnforscher Gerhard Roth und dem Umweltwissenschaftler Maximilian Geige.

Neu sind neben dem "Optimum"-Projekt eine "Junior-Akademie" für hoch begabte Schüler und ein Ausbildungskurs für Sterbebegleiter. Das Zentrum mit insgesamt 76 Betten ist nach Informationen von Matzen mit jährlich etwa 8.000 Gästen zu 90 Prozent ausgelastet. Zum Team gehören 30 Beschäftigte. Es gebe etwa 90 Kooperationen beispielsweise mit Universitäten und Organisationen aus Kirche und Diakonie, mit denen Seminare organisiert würden.

Das Bildungszentrum wurde im September 1982 eingeweiht. Die Idee zu der Einrichtung hatte der frühere Stader Landessuperintendent Martin Kruse, später Bischof in Berlin-Brandenburg und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er wollte mit dem Haus die kirchliche Bildung verstärken und eine gemeinsame Identität der Menschen im Elbe-Weser-Raum fördern. Bis heute wird das Zentrum ideell und finanziell von allen elf Kirchenkreisen des Sprengels Stade getragen.

Internet: www.ev-bildungszentrum.de


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