Kindergelderhöhung: Kirchenkreis protestiert bei Kanzlerin Merkel

Nachricht 01. Dezember 2008

Rotenburg/Wümme (epd). In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel protestiert der evangelische Kirchenkreis Rotenburg bei Bremen gegen die geplante Kindergelderhöhung im kommenden Jahr. Gerade einkommensschwache Familien profitierten nicht, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Resolution der Kreissynode. Die Anhebung um zehn beziehungsweise 16 Euro werde ihnen abgezogen, wenn sie Arbeitslosengeld II bezögen. Wohlhabende Eltern dagegen erhielten zusätzlich zu der Aufstockung des Kindergeldes noch Steuervergünstigungen.

Die Leistungen der Sozialhilfe und des Arbeitslosengeldes II müssten zudem so angehoben werden, dass das Existenzminimum der Betroffenen sicher gestellt sei, heißt es. Durch staatliche Leistungen müsse insbesondere der schulische Bedarf von Kindern aus einkommensschwachen Familien gesichert werden.

Die Koalition in Berlin hat beschlossen, das Kindergeld ab 2009 auf 164 Euro um je zehn Euro für das erste und zweite Kind zu erhöhen. Dritte und weitere Kinder sollen 16 Euro mehr erhalten, so dass dritte Kinder im kommenden Jahr 170 Euro und alle weiteren 195 Euro im Monat bekommen.

Internet: www.kirche-rotenburg.de


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