Auf einen Blick (29.11.) - Brot für die Welt: Michaelisweg / Puschmann: Ruhestand / Celle: Neue Glocke

Nachricht 29. November 2008

"Brot für die Welt": Kirchenmusiker wollen "Michaelis-Weg" abradeln

Hannover/Bremen/Hamburg (epd). Zum 50. Jubiläum von "Brot für die Welt" wollen Hamburger Kirchenmusiker im kommenden Jahr durch Norddeutschland radeln. Geplant ist eine 450 Kilometer lange Benefiz-Radtour, die insgesamt zwölf St. Michaeliskirchen verbinden soll, kündigte der Kirchenmusiker Manuel Gera am Freitag in Hamburg an.

Die Radtour startet am 17. Mai an der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, das Ziel ist am 23. Mai der Deutsche Evangelische Kirchentag in Bremen. Unterwegs sollen in sämtlichen Michaeliskirchen Konzerte stattfinden, unter anderem in Lüneburg, Gerdau bei Uelzen, Wolfsburg, Braunschweig, Hildesheim, Hannover-Ricklingen und Intschede.

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Stadtsuperintendent Puschmann geht in den Ruhestand

Hannover (epd). Hannovers evangelisch-lutherischer Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann wird an diesem Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-jährige steht seit zehn Jahren an der Spitze des Stadtkirchenverbandes mit rund 216.000 Mitgliedern in 68 Gemeinden in Hannover, Garbsen und Seelze. Sein Nachfolger soll Anfang des kommenden Jahres gewählt werden. Der Gottesdienst zur Verabschiedung beginnt um 15 Uhr in der Marktkirche.

Puschmann wurde 1943 als Sohn einer Pastorenfamilie in Lüneburg geboren. Er studierte Theologie in Hamburg, Tübingen und Kiel und trat 1972 in Kiel seine erste Pfarrstelle an. 1977 wechselte er in die hannoversche Landeskirche und übernahm ein Pfarramt in Celle. 1986 wurde er Superintendent in Hannover-Süd und 1998 Stadtsuperintendent.

In diesem Leitungsamt hat Puschmann einschneidende Strukturreformen eingeleitet, die durch sinkende Mitgliederzahlen und Finanzen notwendig wurden. Unter anderem wurden acht Kirchenkreise in der Stadt aufgelöst und durch vier Amtsbezirke ersetzt. Daneben gab er den Anstoß zu zahlreichen neuen Projekten, unter anderem die Wiedereintrittsstelle gegenüber der Marktkirche, die jährliche "Lange Nacht der Kirchen" und das bundesweit einzigartige "Haus der Religionen". Besondere Anliegen waren ihm die Begegnung mit Kunst und Kultur, die Seelsorge und die Öffentlichkeitsarbeit.

Internet: www.kirche-hannover.de

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Acht-Tonnen-Glocke vervollständigt Geläut der Celler Stadtkirche

Celle (epd). Eine mehr als acht Tonnen schwere Glocke ergänzt wieder das Geläut der evangelischen Stadtkirche in Celle. In einem Gottesdienst an diesem Sonntag soll die von der Stadt Celle gestiftete "Friedensglocke" gemeinsam mit den drei frisch restaurierten historischen Glocken aus den Jahren 1654, 1701 und 1723 eingeweiht werden. "Die neue Glocke ist die drittgrößte in Niedersachsen und wiegt alleine mehr als als das gesamte Geläut der Dresdner Frauenkirche", sagte der Kirchenvorstandsvorsitzende Volker Witte am Freitag dem epd. Jetzt sei der ursprüngliche Zustand der Celler Glocken vor den Weltkriegen wiederhergestellt.

In dem Gottesdienst wird laut Witte das erste offizielle Läuten der Glocken auch per Video in die Kirche übertragen. Die Predigt hält der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen. Die Stadt Celle hat nach Angaben einer Sprecherin Vertreter aus ihren zehn internationalen Partnerstädten eingeladen. Eine Delegation mit 30 Gästen werde bereits am Sonnabend zu einem Festakt erwartet. Die Gesamtkosten für die Sanierung der historischen Glocken, des Glockenstuhls und des Kirchturms sowie die neue Glocke beziffert Witte auf knapp 590.000 Euro.

Die Stadt hat für die "Friedensglocke" 120.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die hannoversche Landeskirche hat Witte zufolge die Restaurierung des Kirchturmes übernommen. Ein großer Betrag sei auch durch Spenden zusammengekommen. Nachdem bekannt geworden war, dass die historischen Glocken und der Glockenstuhl restauriert werden mussten, sei "eine Lawine der Hilfsbereitschaft" in Gang gekommen. Auch Ernst August Prinz von Hannover hatte sich finanziell an der Wiederherstellung des Geläuts beteiligt.

Die historischen Glocken mussten laut Witte runderneuert werden, weil ihre Bronze im Laufe der Jahre dünn geschlagen worden war. Für den Guss der neuen Glocke in Karlsruhe wurde das Geläut aufeinander abgestimmt. Ende Oktober seien die Glocken auf einem Tieflader nach Celle geliefert worden. Vier Tage lang standen sie vor der Kirche, wo "Glockenwache" gehalten wurde. Viele Celler hätten sie dort besichtigt, sagte Superintendent Hans-Georg Sunderman: "Die Gespräche, die sich dabei ergaben, zeigten, wie groß die Verbundenheit der Bürger zu diesem imposanten Symbol christlicher Verkündigung ist."

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