Klahr: Kirche muss auf Jugendliche zugehen

Nachricht 12. November 2008

Aurich (epd). Die Kirche muss nach Ansicht des evangelischen Landessuperintendenten Detlef Klahr stärker auf die Jugendlichen zu gehen. "Wir müssen sie dort aufsuchen, wo sie ihre Lebenswelt haben: in der Schule, in der Ausbildung, im Betrieb und vielleicht auch in der Diskothek", sagte Klahr in Aurich. In seinem ersten Jahr als Regionalbischof im evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland habe er sich besonders um das Thema Jugend gekümmert.

Bei seinen Besuchen in Jugendeinrichtungen habe er das große Interesse der Jugendlichen an kirchlichen Fragen gespürt, sagte Klahr: "Sie erwarten Wertschätzung und echtes Interesse an ihrer Person. Dann öffnen sie sich auch für kirchliche Themen." Besonders beeindruckt habe ihn das Projekt Schulseelsorge in Pewsum bei Emden. Dort arbeitet eine Pastorin als Seelsorgerin in der Schule, aber nicht im Unterricht. "So konnte sie binnen kürzester Zeit das Vertrauen der Schüler gewinnen", berichtete der Theologe.

Zum Abschluss des Jugend-Jahres habe er den Direktor des Kriminologischen
Forschungsinstituts Niedersachsen, Professor Christian Pfeiffer, zum Buß- und Bettagsempfang des Sprengels am 19. November nach Aurich eingeladen. Der Experte werde einen Vortrag zum Thema "Aktuelle Veränderungen in den Lebenswelten von Jugendlichen" halten. Das kommende Jahr werde er unter das Motto "Arbeitswelten" stellen, kündigte Klahr an. Dann wolle er Unternehmen und Gewerkschaften besuchen.

Internet: www.sprengel-ostfriesland.de

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