Kirche in ehemaliger Munitionshalle im Innern umgebaut

Nachricht 16. Oktober 2008

Hambühren/Kr. Celle (epd). Die Auferstehungskirche in Hambühren bei Celle, die 1950 aus einer ehemaligen Munitionsfertigungshalle entstanden war, wird am 2. November nach mehrmonatigem Umbau wieder eingeweiht. "Die besondere Herausforderung bei der Neugestaltung des Gottesdienstraumes war, modernen Anforderungen gerecht zu werden und zugleich den Charakter der Kirche zu bewahren", sagte der evangelische Pastor Winfried Spickermann am Donnerstag. Der rote Backsteinbau ist ein "zeitgeschichtliches Denkmal".

Der Umbau wird nach Kalkulationen der Gemeinde bis zu 300.000 Euro kosten. Dafür sei von den rund 3.200 Mitgliedern viel gespendet worden, sagte Spickermann. Der zum Altar hin langgestreckte Raum sei der Gemeinde zuletzt zu eng geworden. Es seien Wände versetzt, eine Betonsäule entfernt und ein Dachträger eingebaut worden. Der Altar zog von der Stirnseite an die breitere ehemalige Seitenwand. Der Betonboden wurde durch Parkett ersetzt. Erstmals im Kirchenkreis Celle habe eine Kirche eine Deckenstrahlheizung erhalten, sagte Spickermann. Sie ist in 4,5 Metern Höhe im Dach installiert.

Die Kirche war 1950 aus der ehemaligen Halle 114 der Lufthauptmunitionsanstalt Hambühren II entstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg besiedelten Flüchtlinge nahe dem Heidedorf Hambühren das Gelände, in dem zur NS-Zeit Munition hergestellt wurde. Für Pastor Spickermann ist die Kirche ein Symbol des Friedens: "Aus Schwertern wurden Pflugscharen."

(epd Niedersachsen-Bremen/b2869/16.10.08)
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