Niedersachsen: Kirchensteuergesetz soll angepasst werden

Nachricht 14. Oktober 2008

Hannover (epd). Die niedersächsische Landesregierung hat am Dienstag in Hannover beschlossen, das Kirchensteuergesetz zu ändern. Dadurch sollen die Kirchen weiter von den Kapitaleinkünften ihrer Mitglieder profitieren können, teilte das Finanzministerium mit. Der Landtag werde voraussichtlich im Dezember über das Gesetz beschließen. Die Gesetzesänderung sei wegen der Abgeltungssteuer notwendig, die im Januar in Kraft tritt, sagte Ministeriumssprecher Jürgen Tostberg.

Steuern auf Kapitalerträge wie Zinsen werden von 2009 an direkt von den Banken eingezogen. Die Kapitalerträge müssen dann grundsätzlich nicht mehr in der Steuererklärung angegeben werden. Die neue Regelung stellt den Angaben nach sicher, dass in Niedersachen weiterhin Kirchensteuer auf Kapitalerträge erhoben werden kann. Dazu werden Banken und Kreditinstitute verpflichtet, Kirchensteuer als Zuschlag zur Abgeltungssteuer zu erheben. Die Regelung betreffe auch Kirchensteuerpflichtige aus anderen Bundesländern, die ihr Kapital in Niedersachsen angelegt haben.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2854/14.10.08)
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