Stadtsuperintendent Puschmann geht in den Ruhestand

Nachricht 10. Oktober 2008

Hannover (epd). Hannovers evangelisch-lutherischer Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann (64) geht am 30. November in den Ruhestand. Er steht seit 1998 an der Spitze des Verbandes mit mehr als 220.000 Mitgliedern in Hannover, Garbsen und Seelze. Vor den Delegierten des Stadtkirchentages bedankte sich Puschmann am Donnerstagabend für zehn "ereignisreiche, bewegte und bewegende Jahre".

Als besonderes Projekt seiner Amtszeit nannte er unter anderem die Wiedereintrittsstelle gegenüber der Marktkirche in Hannover. Hier würden jährlich rund 300 Mitglieder in die Kirche aufgenommen. Zu den herausragenden Ereignissen gehöre auch die "Lange Nacht der Kirchen", die seit 2003 in Hannover begangen wird. Sie lockte in den vergangenen Jahren bis zu 60.000 Besucher in bis zu 70 Kirchen, die bis Mitternacht geöffnet waren und ein Kulturprogramm boten. "Lange Nächte" würden bundesweit inzwischen in rund 30 Städten gefeiert, sagte Puschmann.

Ein weiteres Projekt, das "Haus der Religionen", soll im Dezember auf eine neue organisatorische Basis gestellt werden. Ein Verein werde dann die Trägerschaft übernehmen, sagte Projektleiter Pastor Wolfgang Reinbold beim Stadtkirchentag. Die Kirche finanziert dafür bisher eine viertel Stelle. 25.000 Euro sollen künftig von der Stadt Hannover kommen. Bei dem laut Reinbold bundesweit einmaligen Projekt begegnen sich seit 2005 Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Angehörige der Baha'i-Religion in einem evangelischen Gemeindezentrum.

Internet: www.kirche-hannover.de

(epd Niedersachsen-Bremen/e2832/10.10.08)
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