Landessuperintendent Jantzen ermutigt Lehrer

Nachricht 08. Oktober 2008

Celle (epd). Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen hat Lehrer dazu ermutigt, um Hilfe zu bitten, wenn sie mit ihren Kräften am Ende sind. "Das ist bereits der erste Schritt, um wieder Tritt zu fassen", sagte der evangelische Regionalbischof am Mittwoch bei einem Gottesdienst für Lehrerinnen und Lehrer in Celle. Die Belastungen im Lehrerberuf seien enorm: "Es muss uns doch aufschrecken, dass in kaum einem anderen Beruf so viele aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand gehen."

Die Schule sei aufreibender geworden, sagte Jantzen weiter. Es gebe zu viele Verwaltungsaufgaben und zu große Klassen mit vielen verhaltensauffälligen Kindern. Es werde erwartet, dass die Schule nachhole, was Elternhäuser nicht mehr leisteten. Zugleich leide der Lehrerberuf unter mangelnder Wertschätzung.

Der Landessuperintendent des mit rund 640.000 Mitgliedern in zwölf Kirchenkreisen größten Bezirks der hannoverschen Landeskirche widmet sich in diesem Jahr besonders dem Thema Bildungsgerechtigkeit. Der Gottesdienst in Celle bildete den Abschluss einer Rundreise zu Schulen, Kindertagesstätten und Jugendprojekten. Jantzen wollte dabei mit Schülern, Eltern und Lehrern ins Gespräch kommen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2805/08.10.08).
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