Großes Bundesverdienstkreuz für Landesbischöfin Margot Käßmann / Neu: Interview mit der Landesbischöfin (audio)

Nachricht 06. Oktober 2008


Interview mit Landesbischöfin Käßmann zur Verleihung des großen Bundesverdienstkreuzes
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Produziert vom Evangelischen Kirchenfunk (ekn - www.ekn.de)

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann (50) ist am Montag in Berlin von Bundespräsident Horst Köhler mit dem großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Sie ist seit neun Jahren Bischöfin der mit mehr als drei Millionen Mitgliedern größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Seit 2003 gehört Käßmann auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an.

Die in Marburg geborene Tochter eines Kraftfahrzeug-Mechanikers hat Theologie in Tübingen, Göttingen, Marburg und im schottischen Edinburgh studiert. 1989 promovierte sie bei Professor Konrad Raiser, dem späteren Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, über das Thema "Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche".

Für den Weltkirchenrat engagierte Käßmann sich in verschiedenen Funktionen von 1983 bis 2002. Ihre berufliche Laufbahn begann in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck, wo sie sich mit ihrem damaligen Ehemann Eckhard fünf Jahre lang die Pfarrstelle in Frielendorf teilte. Von 1994 bis 1999 war sie Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Fulda.

Am 5. Juni 1999 wurde Margot Käßmann zur Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt. Durch ihre kirchlichen Funktionen, zahlreiche Medienauftritte und mehrere Bücher wurde sie eine der bekanntesten Vertreterinnen der evangelischen Kirche.

Sie war 26 Jahre lang mit dem Pfarrer Eckhard Käßmann (52) verheiratet, von dem sie sich im August 2007 scheiden ließ. Das Ehepaar hat vier Töchter zwischen 17 und 26 Jahren. Im Sommer 2006 erkrankte Margot Käßmann an Brustkrebs und nahm ihren Dienst zwei Monate nach ihrer Operation wieder auf.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2719/06.10.08)
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