Landesbischöfin Margot Käßmann erhält Bundesverdienstkreuz

Nachricht 26. September 2008

Hannover/Berlin (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann (50) wird am 6. Oktober in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bundespräsident Horst Köhler wolle damit ihr außergewöhnliches Engagement und ihre herausragenden Leistungen für die Bundesrepbulik würdigen, teilte das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin mit.

Margot Käßmann habe schon in jungen Jahren Verantwortung in der Kirche übernommen, heißt es in der Begründung. 1999 sei die Mutter von vier Töchtern mit 41 Jahren zur jüngsten Bischöfin Deutschlands gewählt worden. Die promovierte Theologin leite seitdem die mit mehr als drei Millionen Mitgliedern größte evangelische Landeskirche. Auch habe sie viele Jahre im Ökumenischen Rat der Kirchen mitgearbeitet.

"Ihre Herzensanliegen sind die Ökumene, die Überwindung von Gewalt, die Verbesserung der Stellung der Frau in Beruf und Gesellschaft, Hospizarbeit und Palliativmedizin, Hilfeleistungen für Mütter in Not und die deutsch-polnische Aussöhnungsarbeit", heißt es weiter. Hierfür engagiere sich Käßmann neben ihrem Beruf sowohl publizistisch als auch in zahlreichen Organisationen und als Schirmherrin.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde von Bundespräsident Theodor Heuss im Jahre 1951 gestiftet. Er ist nach Angaben des Bundespräsidialamtes die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die das Land für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2717/26.09.08)
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