Landessuperintendentin Spieckermann würdigt Alzheimer Gesellschaft Hannover

Nachricht 21. September 2008

Hannover (epd). Die hannoversche Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann hat anlässlich des Welt-Alzheimertages am Sonntag die Arbeit der seit 20 Jahren bestehenden Alzheimer Gesellschaft Hannover gewürdigt. "Es ist wichtig, dass wir die Alzheimer-Kranken und ihre Angehörigen hinein nehmen in unsere Gesellschaft, unsere Nachbarschaft und unsere Kirchengemeinde", sagte Spieckermann in einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche. Die Zahl der Alzheimer- und Demenz-Erkrankten steige ständig.

Vor 20 Jahren seien noch alle Betroffenen allein mit der Krankheit gewesen. Heute gebe es ein großes Netz an Gruppen und Beratungsangeboten. Die Menschen könnten bei der Alzheimer Gesellschaft Rat und Hilfe einholen: "Wir können voneinander und miteinander lernen, Unterstützung zu geben und auch selber anzunehmen", sagte die leitende evangelische Theologin.

Die Betreuung der Erkrankten sei keine Idylle: "Das ist manchmal verdammt schwer und gelingt auch nicht. Tut weh und ist anstrengend, ist finster und macht Angst", sagte Spieckermann ihrem Redemanuskript zufolge. Um so wichtiger seien praktische Hilfen und Entlastungen. Die Landessuperintendentin hatte gemeinsam mit dem katholischen Regionaldechanten von Hannover, Propst Martin Tenge, zu dem Gottesdienst eingeladen. Am Ende der Feier konnten sich Erkrankte, Angehörige und Pflegende von den beiden Theologen persönlich segnen lassen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2657/21.09.08)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen