Rund 40.000 Besucher bei "Langer Nacht der Kirchen"

Nachricht 06. September 2008

Hannover (epd). Rund 40.000 Besucher haben sich am Freitagabend in Hannover nach Angaben der Veranstalter an der vierten "Langen Nacht der Kirchen" beteiligt. "Das ist eine gute Form, unsere wunderbaren Kirchengebäude, die ja selbst predigen, und die Vielfalt unserer spirituellen Angebote vielen Menschen zugänglich zu machen", sagte die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann am Sonnabend dem epd. 61 Kirchen mehrerer Konfessionen hatten ihre Pforten von 18 Uhr bis Mitternacht geöffnet und luden zu mehr als 500 Einzelveranstaltungen ein.

Insgesamt wurden 400 Stunden Programm geboten. Die Besucher hörten Andachten und Lesungen sowie Konzerte mit Klassik, Jazz, Klezmer und Experimentalmusik. Sie erlebten Theater und Lichtinstallationen und feierten eine Keltische, Brasilianische oder Orientalische Nacht. In der überfüllten Matthäi-Kirche stellte der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy sein Programm "Allergie" vor. "Die Lange Nacht ist das Schönste, was ich im Laufe meiner Berufsjahre erleben durfte", sagte der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann.

Die "Lange Nacht" bildete zugleich den Auftakt zum 4. Internationalen Gospelkirchentag, bei dem bis zum Sonntag rund 4.000 Sängerinnen und Sänger aus mehr als 100 Chören in Hannover zu Gast sind. Am späten Abend erklangen in den Kirchen insgesamt 31 Gospelkonzerte mit 61 Chören.

"Ich freue mich, dass sich die Lange Nacht der Kirchen in unserer evangelischen Landeskirche und darüber hinaus etabliert hat", sagte Bischöfin Margot Käßmann mit Blick auf inzwischen rund 30 Veranstaltungen dieser Art in Niedersachsen: "Menschen, die sich scheuen, in einen Sonntagsgottesdienst zu gehen, finden hier einen guten ersten Zugang." Viele Menschen fänden es reizvoll, eine Kirche bei Nacht zu erleben. Dies erzeuge eine besondere Atmosphäre. "Mit einer Heiligen Nacht hat ja in der Kirche auch alles angefangen", sagte Käßmann.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2469/06.09.08)
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