Landesbischöfin eröffnet neues Babykörbchen am Friederikenstift / Ansprache im Wortlaut

Nachricht 22. August 2008

Hannover. „Wie können wir in der Schwangerschaftskonfliktberatung bleiben und gleichzeitig entschieden für das Leben des Kindes eintreten“, fragte Landesbischöfin Margot Käßmann bei der Wiedereröffnung des Babykörbchens des Netzwerks Mirjam. „Das geht nur mit praktischer Hilfe. Und so ist das Netzwerk Mirjam entstanden. Es wird getragen von Frauen und Männern, die ein Netz knüpfen für Mütter und Kinder, sich persönlich engagieren und die vorhandenen Strukturen nutzen.“

Ansprache der Landesbischöfin im Wortlaut >> siehe unten unter downloads

Nachdem im Januar ein Säugling tot vor dem Babykörbchen aufgefunden wurde, war das Babykörbchen außer Betrieb. Es ist nun durch ein neues, verbessertes Modell ersetzt worden. Der Hersteller ist die Firma Winckelmann (Hamburg), für die Alarm- und Sicherheitstechnik ist die Firma Fleischhauer (Hannover) zuständig.

Das Babykörbchen wird strenger kontrolliert werden. Einmal pro Jahr prüft DEKRA, vier Mal jährlich Firma Fleischhauer (Elektronik), zwei Mal jährlich Firma Winckelmann (Mechanik), einmal monatlich prüft die Betriebstechnik des Friederikenstiftes das System. Damit sind die im April vereinbarten Standards für die Betreiber von Babykörbchen in Niedersachsen erfüllt. Darüber hinaus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerks Mirjam mindestens zweimal pro Woche einen kompletten Test durch, bei dem die Klappe von außen und innen geöffnet und der Alarm ausgelöst wird.

Um Sprachbarrieren zu vermeiden, zeigen eigens entwickelte Piktogramme die Handhabung des Babykörbchens.

Wie bisher ist eine Kamera auf das Wärmebettchen im Babykörbchen gerichtet. Sobald ein Baby auf dem Wärmebett abgelegt wird, überträgt diese das Bild direkt in den Kreißsaal. Gleichzeitig wird dort auch ein Alarmsignal ausgelöst.

www.netzwerk-mirjam.de