Christlich-jüdische Gesellschaft wird 50 Jahre alt

Nachricht 19. August 2008

Göttingen (epd). Die Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit feiert mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 50-jähriges Bestehen. Am 6. Oktober gastiere "Das andere Theater" aus Berlin mit dem Stück "Jehoshua ben Joseph, genannt Jesus von Nazareth" in Göttingen, kündigte die Gesellschaft an. Das Ensemble besteht aus der jüdischen Sängerin Jalda Rebling, dem christlichen Theologen und Pantomimen Burkhart Seidemann und dem muslimischen Erzähler Saddek el-Kebir.

Zu Vorträgen werden der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Professor Micha Brumlik, Professor Wolfgang Benz vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, erwartet. Die Ausstellung "Jüdischer Glaube, jüdisches Leben" läuft im November in der St.
Jacobi-Kirche. Parallel dazu veranstaltet die Jüdische Gemeinde Göttingen Tage der offenen Tür in ihrem neuen Gemeindezentrum. Ende November beschließt eine Stadtführung zu jüdischen Orten die Veranstaltungsreihe.

Die Göttinger Sektion der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit war im Winter 1958/1959 gegründet worden. Ihr erster Vorsitzender war der Altphilologe Professor Konrat Ziegler, seine Nachfolgerin die Ratsherrin Hannah Vogt. Beide waren in der NS-Zeit politisch verfolgt worden. In Deutschland gibt es mehr als 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Sie setzen sich für die Verständigung zwischen Christen und Juden sowie gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus ein. Ihr Dachverband ist der Deutsche Koordinierungsrat mit Sitz in Bad Nauheim.

Internet: www.gcjz-goettingen.de und www.deutscher-koordinierungsrat.de
(epd Niedersachsen-Bremen/b2230/19.08.08)
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