Olympia 2008 - Protest-Armbändern können noch bestellt werden

Nachricht 05. August 2008

Hannover. Christen in vielen Ländern setzen inzwischen mit den Olympia-Armbändern Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen in China.

Bis zum 21. August gingen bei der Informations- und Pressestelle über 236.000 Bestellungen ein. Die Armbänder wurden in ganz Deutschland und nach Frankreich, Italien, Schweden, Polen und sogar Indien verschickt.

Bestellung: Die Armbänder können kostenlos per Mail angefordert werden corinna.kuschel@evlka.de, Betreffzeile: Olympia 2008.
In der Zeit von 9-12 Uhr können Sie Bestellungen auch telefonisch aufgeben: 0511/1241-707

Bestellte Armbänder,

Stand 21. August 2008:
236.425

Lieferzeit: drei bis vier Tage

Mit einem schwarzen Armband im Vorfeld und während der Olympischen Spiele sowie der Paralympics im Sommer 2008 sollen Christinnen und Christen ein sichtbares Zeichen des Protestes gegen Menschenrechtsverletzungen in China und Tibet setzen. Dazu hat Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann aufgerufen.

Die schwarzen Armbänder aus Silikon mit der Aufschrift aus Psalm 85 "...dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen" Olympia 2008, abschließend das Facettenkreuz, werden zusammen mit je einer Postkarte versandt, die die Idee erläutert und eine Spendenadresse nennt. Gerne können Sie auch größere Mengen, z.B. für Themengottesdienste oder Aktionen, bestellen.


Spendenzweck und Spendenkonto

Das Armband wird kostenlos abgegeben. Es wird jedoch um eine Spende gebeten, die der Asian Human Rights Commission (AHRC) zugute kommt. Die AHCR ist eine unabhängige Nichtregierungsorganisation, die durch theoretische und praktische Arbeit zu menschenrechtsbezogener Bewusstseinsbildung und zum Schutz der Menschenrechte in Asien beiträgt. AHRC wurde auf Anregung und mit Unterstützung des Asiatischen Christenrates, dem es nach wie vor verbunden ist, ins Leben gerufen. Das u.a. vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) unterstützte China-Programm der AHRC umfasst zum Beispiel die Ausbildung von chinesischem Justizpersonal (einschließlich Richtern) und dem grenzüberschreitenden Austausch zwischen Juristinnen und Juristen.

Für diesen Zweck ist eigens ein Spendenkonto eingerichtet worden: Spendenzweck „Olympia 2008“, Bank für Sozialwirtschaft Hannover, Konto 44 22 110, BLZ 251 205 10. Spendenquittungen werden im üblichen Verfahren verschickt.

+++
200.000 Protest-Armbänder bestellt
(epd Niedersachsen-Bremen/b2015/16.07.08)

Hannover (epd). Bei der hannoverschen Landeskirche sind inzwischen mehr als 200.000 Protest-Armbänder für die Olympischen Spiele in Peking bestellt worden. Landesbischöfin Margot Käßmann sagte am Mittwoch dem epd, die Zahl der Bestellungen sei überwältigend: "Es zeigt, dass Menschen für andere eintreten und ein Zeichen setzen wollen." Käßmann hatte Ende März schwarze Silikon-Armbänder mit dem Bibelvers "...dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen" bedrucken lassen, um damit symbolisch gegen die Verletzung von Menschenrechten in China und Tibet zu protestieren.

Der Einsatz für Menschenrechte sei auch im Sinn der olympischen Idee, betonte die Bischöfin: "Wir freuen uns über das Sportereignis, aber wir werden uns nicht von Glitzerfassaden so blenden lassen, dass wir vergessen: In China werden Menschenrechte verletzt."

Die Bänder, die gegen eine Spende bestellt werden können, sollten ursprünglich nur in einer Auflage von 2.000 Stück an Sportler und andere Interessierte verschenkt werden. Die Aktion stieß jedoch auch bei Schulklassen, Sportvereinen oder Kirchengemeinden auf große Resonanz. Nach Angaben Käßmanns sind inzwischen mehr als 30.000 Euro für die vom Evangelischen Entwicklungsdienst unterstützte Menschenrechtsorganisation "Asian Human Rights Commission" in China gespendet worden.

Auch der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Valentin Schmidt, lobte die Aktion: "Die Menschenrechte sind dadurch noch einmal stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt." Er hoffe sehr, dass dies auch über die Olympischen Spiele hinaus ein Thema in der Öffentlichkeit bleibe.

Schmidt wies darauf hin, dass die Athleten in Peking die Bänder nicht in den Wettkampfstätten oder im Olympischen Dorf tragen dürften. Hier seien weder politische Demonstrationen noch Banner, Poster oder Bändchen erlaubt. Dagegen gilt das "Deutsche Haus", in dem ARD und ZDF ihre Studios einrichten, nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht als "olympische Stätte". Bei den täglichen Pressekonferenzen könnten die Athleten hier ihre eigene Meinung äußern.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2015/16.07.08)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen


+++


Olympia-Protest: Schon 45.000 Bestellungen für Armbänder

Hannover (epd). Bei der hannoverschen Landeskirche sind nach vier Wochen bereits mehr als 45.000 Protest-Armbänder für die Olympischen Spiele in Peking bestellt worden. "Die Telefone laufen heiß ohne Ende", sagte Projektmitarbeiterin Claudia Schubert am Mittwoch in Hannover dem epd. Die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann hatte schwarze Silikon-Armbänder mit dem Bibelvers "...dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen" bedrucken lassen, um damit symbolisch gegen die chinesische Tibet-Politik zu protestieren.

Die Bänder sollen an Sportler und Sportinteressierte verschenkt werden.
Schulen, Kirchengemeinden, Betriebe, Verbände und Privatpersonen hätten Mengen vom einzelnen Band bis zu 500 Stück angefordert, sagte Schubert:
"Das zeigt, dass ganz viel Interesse an der politischen Lage besteht." Die Aktion begann vor vier Wochen mit einem Gottesdienst in Hannover.
Die ersten Armbänder wurden Mitte April ausgeliefert. Neben dem Bibelvers aus Psalm 85,11 ist auf den Armbändern der Aufdruck "Olympia 2008" mit einem Kreuz abgebildet.

Die Bänder können nach Auffassung Käßmanns ein Zeichen der Solidarität mit den unterdrückten Tibetern, anderen Minderheiten und Kirchen in China sein. Die Olympischen Spiele dürften nicht dazu benutzt werden, eine Mauer des Schweigens um die Verletzungen der Menschenrechte zu ziehen und durch bunte Bilder die Diktatur auch noch zu stärken, sagte sie. In einem Begleitbrief bittet die Bischöfin um eine Spende für die Menschenrechtsorganisation "Asian Human Rights Commission" (AHRC) auf das Konto 44 22 11 0 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 205 10.

Die Armbänder können angefordert werden unter der Telefonnummer
0511/1241-707
oder der Mail-Adresse
corinna.kuschel@evlka.de, Betreffzeile: Olympia 2008.

Sie sind auch in der "Buchhandlung an der Marktkirche" in Hannover erhältlich.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1160/30.04.08)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

+++