Schlichtungsempfehlung in der Diakonie vor der Ablehnung

Nachricht 28. Juli 2008

Göttingen (epd). Die Schlichtungsempfehlung im Tarifkonflikt der Diakonie stößt bei den Arbeitnehmern auf Widerstand. Nach einer Umfrage in den Einrichtungen lehne die große Mehrzahl der bundesweit rund 150.000 Beschäftigten den am 12. Juli erzielten Kompromissvorschlag ab, teilte Helga Gutt, Sprecherin der Arbeitnehmervertreter, am Montag in Göttingen mit.

Damit zeichne sich ab, dass die Arbeitnehmerseite in der Sitzung der paritätisch besetzten Arbeitsrechtlichen Kommission am Mittwoch den Schlichtungsvorschlag zurückweisen und Nachverhandlungen für die Lohnrunde 2008/2009 fordern werde. Insbesondere die lange Laufzeit des Vertrages bis in das Jahr 2010 hinein sei auf massive Ablehnung gestoßen. Auch sei es nicht hinnehmbar, dass die Mitarbeiter der Diakonie schlechter gestellt würden als Caritas-Beschäftigte oder Angestellte im öffentlichen Dienst.

Am 12. Juli hatte sich die Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter der Leitung des VW-Tarifexperten Gerd Kuhlmeyer auf einen Schlichtungsvorschlag geeinigt. Danach sollten Löhne und Gehälter der Beschäftigten bis 2010 in Stufen angehoben werden.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2090/28.07.08)
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