Mehr als Kaffeeklatsch: Frühstückstreffen für Frauen

Nachricht 28. Juli 2008

Windelsbach (idea). Eine schnell wachsende christliche Frauenbewegung wird 20 Jahre alt – die „Frühstückstreffen für Frauen“. 1988 entstand die überkonfessionelle Initiative aus einem Kreis junger Mütter in der Schweiz.

Heute veranstalten über 7.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an 220 Orten in ganz Deutschland solche „Rastplätze des Alltags“ mit bis zu 1.500 Besucherinnen. Neben einem liebevoll gestalteten Frühstück stehen Vorträge kompetenter Referentinnen zu Themen wie „Lebensplanung“, „Kinder, Küche, Karriere“, „Zeitmanagement“ oder „Mobbing“ im Mittelpunkt. Sie verknüpfen Fachinformationen mit dem christlichen Glauben. Die Erste Vorsitzende der Bewegung, Maria Rummel (Windelsbach bei Ansbach/Mittelfranken), erläutert das Konzept: „Natürlich sind die Frühstücks-Treffen eine missionarische Bewegung, aber die thematischen Impulse sind kein Mittel zum Zweck, sondern die Lebensberatung wird von der fachlichen Kompetenz der Rednerinnen getragen.“ Der Glaube gehöre wie selbstverständlich dazu und werde niemandem übergestülpt. Oft werden die Kontakte der Frühstücks-Treffen in Gesprächskreisen, Mutmach-Tagen oder Wochenendtreffen weitergeführt und vertieft.

Die Frühstückstreffen haben viel Anerkennung gefunden. Für die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann ist das ehrenamtliche Engagement der Schlüssel zum Erfolg: „Wo Frauen aller Altersstufen und Lebensformen sich durch den christlichen Glauben verbunden fühlen und sich treffen, austauschen, voneinander profitieren und miteinander wachsen, da geht es um mehr als nur zielorientiertes Networking.“

Für die Kontakte zur katholischen Kirche ist Johanna Gräfin von Westphalen (Meschede) zuständig. Für sie ist wichtig, dass die Treffen kein Kaffeeklatsch seien: „Es geht oft um Themen, die im normalen Alltag häufig nicht zur Sprache kommen.“ Immer wieder komme es zu Gesprächen über den Glauben. Anerkennung zollt auch der Fernsehjournalist und Bestellerautor Peter Hahne (Berlin). Er bezeichnet die Frühstückstreffen als „Inseln der Hoffnung.“ Das 20-jährige Jubiläum begeht die Bewegung mit zwei Veranstaltungen für Mitarbeiterinnen am 20. September in Braunschweig und am 27. September in Würzburg.


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