EKD-Synode tagt im November in Bremen

Nachricht 20. Juli 2008

Bremen/Hannover (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) tagt vom 2. bis 6. November in Bremen. Sie beschäftigt sich nach Angaben des theologischen Repräsentanten der gastgebenden Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms, schwerpunktmäßig mit Fragen des Klimawandels. Zu Beginn ist ein Fernsehgottesdienst geplant, den das ZDF aus dem St.-Petri-Dom in der Hansestadt überträgt. Im vergangenen Jahr hat die EKD-Synode in Dresden den weiteren kirchlichen Reformprozess beraten.

Die Synode ist neben dem aus 15 Mitgliedern bestehenden Rat der EKD oberstes gesetzgebendes Leitungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland, die mehr als 25 Millionen Mitglieder zählt. Barbara Rinke, die hauptberuflich Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen ist, steht seit 2003 an der Spitze des Kirchenparlaments. Die Synode wird für jeweils sechs Jahre gebildet. Sie tritt in der Regel einmal jährlich an wechselnden Orten zusammen und tagt öffentlich.

Zu ihren Aufgaben gehört die Wahl des EKD-Rates zusammen mit der Kirchenkonferenz. Weiter erörtert die Synode die Arbeit der EKD und Fragen kirchlichen Lebens. Dies kann sich in Kirchengesetzen äußern oder in "Kundgebungen", mit denen sich das Kirchenparlament an die Öffentlichkeit wendet. Zudem beschließt die Synode den Haushalt. Gremien der Synode, die keine Fraktionen kennt, sind neben dem Präsidium Ausschüsse und informelle Gesprächskreise.

Durch die Synodentagung steht Bremen wenige Monate vor dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag bundesweit im Mittelpunkt des Protestantismus. Zum Kirchentag werden nach Angaben der Organisatoren vom 20. bis 24. Mai rund 100.000 Dauergäste erwartet, die voraussichtlich an mehr als 2.000 Veranstaltungen teilnehmen. Das Großereignis in Bremen steht unter der biblischen Losung "Mensch, wo bist du?" (1. Mose 3,9).


(epd Niedersachsen-Bremen/b2000/15.07.08)
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