Krankenhäuser fordern Konzepte und mehr Geld

Nachricht 16. Juli 2008

Braunschweig/Rotenburg (epd) In den evangelischen Krankenhäusern in Niedersachsen wächst die Kritik an der schlechten Finanzlage. Der Geschäftsführer des Diakonie-Krankenhauses in Rotenburg/Wümme bei Bremen, Pastor Michael Schwekendiek, befürchtet das Sterben weiterer Krankenhäuser und die Reduzierung von Krankenhausbetten. Die 200 niedersächsischen Krankenhäuser seien eindeutig Tabellenletzter im Bundesgebiet bei den Fördermitteln, die sie pro Bett erhalten, schreibt Schwekendiek in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar.

"Wir brauchen mehr Geld im System", fordert der Krankenhaus-Manager in dem Beitrag, der in "doppelpunkt", einer Publikation des Marienstiftes in Braunschweig, erschienen ist. Niedersachsen brauche vor allem ein Strukturkonzept zur Entwicklung der Krankenhäuser, das nachvollziehbar und verläßlich sei. Der Investitionsstau müsse abgebaut werden.

Schwekendiek kritisiert auch, dass das Land Niedersachsen trotz vorheriger Zusagen in letzter Zeit immer wieder Fördergelder nicht ausgezahlt habe.


(epd Niedersachsen-Bremen/b2018/16.07.08)
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