Vertrag für evangelisches Gymnasium im Kirchenkreis Gifhorn unterzeichnet

Nachricht 10. Juli 2008

Nach langjährigen Verhandlungen über eine evangelische Schule im Kirchenkreis Gifhorn wurde der Vertrag am Donnerstag, 10. Juli, unterzeichnet. Im Sommer 2011 soll ein dreizügiges Gymnasium in Meine starten.

Der Vertrag wurde im Gifhorner Schloss unterzeichnet von Landrätin Marion Lau für den Landkreis Gifhorn und dem Präsidenten des Landeskirchenamtes Burkhard Guntau für die hannoversche Landeskirche. Zugegen waren Vertreter aus Politik und Verwaltung, sowie Vertreter von Kirchenkreis und Landeskirche. Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track sagte: „Der Kirchenkreis hat dieses Projekt intensiv betrieben. Die Landeskirche wünscht sich, dass die Schule gut in Kirchenkreis und Gemeinden verankert wird.“ Superintendent Michael Thiel sieht bereits positives Interesse in einigen Gemeinden.

Landeskirchenamtspräsident Guntau sagte: „Nach Luther muss Glaube gebildeter Glaube sein. Dazu gehörte für Luther neben der Bibelübersetzung die Volksbildung, damit die Menschen auch in der Bibel lesen können. So ist Bildung von Anfang an ein wichtiges Movens evangelischen Glaubens.“

Zunächst soll eine Planungsgruppe die Konzeption des neuen Ganztagsgymnasiums entwickeln. Das Konzept soll auf die Angebote anderer Gymnasien abgestimmt werden. Die Schule soll ein klares evangelisches Profil erhalten, aber für Kinder aller Konfessionen und Religionen offen stehen. Das Profil soll sich zum Beispiel äußern in diakonischen Projekten, in weltweiten ökumenischen Kontakten und in der verpflichtenden Teilnahme am Religionsunterricht. „Auch Schulgottesdienste und das Begehen des Kirchenjahres sind wichtige Elemente“, erläutert Gäfgen-Track.

Im Vorfeld hatte es Diskussionen um den Standort der evangelischen Schule gegeben. Die kommunale Politik entschied sich für den Standort Meine. Ebenfalls war der Schultyp kontrovers diskutiert worden. „Auf Wunsch des Landkreises wurde die evangelische Schule als Gymnasium eingerichtet“, erläutert Superintendent Michael Thiel.

Stephan Eimterbäumer