Äbtissin in Isenhagen will ihr Amt aufgeben

Nachricht 01. Juli 2008

Hankensbüttel/Kr. Gifhorn (epd). Die Äbtissin des evangelischen Klosters Isenhagen bei Hankensbüttel, Barbara Möhring, will zu Beginn des nächsten Jahres ihr Amt aufgeben. "Es ist für mich klar, dass ich nicht im Kloster wohnen bleiben möchte", sagte die 66-Jährige am Dienstag dem epd. Nach mehr als acht Jahren in der Leitung des Damenstiftes brauche sie jetzt Zeit, um ihre persönlichen Pläne zu verwirklichen. Sie wolle wieder studieren und sich ihrer Familie widmen.

Von ihrem Amt trenne sie sich nur schwer, sagte Möhring: "Es ist erfüllend und bereichernd." Das Kloster sucht bereits nach einer Nachfolgerin. Die Äbtissin ist die wirtschaftliche und geistliche Leiterin des Hauses. In Isenhagen leben zurzeit sechs Klosterdamen. Zu den Aufgaben dieser Konventualinnen, die alleinstehend sein müssen, gehört es, Besuchern die Kunstschätze des Hauses nahezubringen. Das Kloster wurde 1243 von Zisterzienser-Mönchen gegründet. 1265 wurde es zum Nonnenkloster, 1540 zum evangelischen Damenstift.

Barbara Möhring übernahm die Leitung des Klosters im Jahr 2000. Sie hatte sich dafür zunächst von ihrer Stelle als Oberstudienrätin für Mathematik und Musik in der benachbarten Kreisstadt Gifhorn beurlauben lassen. In ihrer Zeit als Äbtissin habe sie das Kloster weiter nach außen geöffnet, sagte Möhring. Unter anderem rief sie die Reihe "Kultur im Kloster" mit Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen ins Leben.


(epd Niedersachsen-Bremen/b1835/01.07.08)
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