Kreide-Unternehmer will Jugendarbeit fördern

Nachricht 30. Mai 2008

Hildesheim (epd). Die 1991 gegründete Stiftung des Kreide-Unternehmers Heinrich Dammann in Söhlde bei Hildesheim will künftig 60 Prozent ihrer Erträge der evangelischen Jugendarbeit in der hannoverschen Landeskirche zur Verfügung stellen. Mit dem anderen Teil soll die Sportjugend gefördert werden, gab die Stiftung am Freitag in Hildesheim vor Journalisten bekannt. Sie hatte ihre Satzung überarbeitet, ein neues Kuratorium berufen und den Umfang der Förderzwecke ausgeweitet.

Das Stiftungskapital beträgt derzeit rund drei Millionen Euro und soll langfristig auf zehn Millionen anwachsen, hieß es. Es stammt aus dem Vermögen des Unternehmers Heinrich Dammann, dem Inhaber der Vereinigten Kreidewerke Dammann KG in Söhlde. "Ich kam zu dem Entschluss, mit der Gründung einer Stiftung vor dem Herrgott ein Bekenntnis abzulegen", sagte Dammann. So wolle er etwas von dem, was er in seinem Leben an Gutem erfahren habe, zurückgeben. Dammann und seine Frau Ortrud haben die Stiftung als Erbin ihres Vermögens eingesetzt.

Zum neuen fünfköpfigen Kuratorium gehören unter anderen Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) und der evangelische Landessuperintendent Eckhard Gorka aus Hildesheim. "Dieses ehrenamtliche, bürgerschaftliche Engagement wird sich im Engagement der Jugendlichen vervielfachen", sagte Möllring. Gorka ergänzte, nun könne die Stiftung richtig Fahrt aufnehmen und "einen möglichst weiten Blick in die Landschaft wagen".

Konkret sollen Projekte bezuschusst und Preise für besondere Leistungen in der Jugendarbeit ausgeschrieben werden. Auch für Kindergärten und die Fortbildung von Ehrenamtlichen soll Geld bereitgestellt werden. Bisher förderte die Stiftung die lokale kirchliche Jugendarbeit. Die Vereinigten Kreidewerke Dammann KG sind den Angaben zufolge das größte Kreidewerk in Deutschland und das zweitgrößte in Europa.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1525/30.05.08)
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